[Gewinnspiel] „Sherlock“-Manga & Japan-Box

gewinnspiel

Liebste Bücherwürmer und Leseratten ❤

Draußen scheint die Sonne, alle haben gute Laune und es ist entgültig an der Zeit, dass ich EUCH mal eine kleine Freude zwischendurch bereite. Denn die habt ihr euch redlich verdient! ❤

Letzte Woche war ich auf dem Japantag in Düsseldorf. Einige die mir auf Facebook/ Instagram oder Twitter folgen, wissen es ja.
Und deshalb könnt ihr jetzt etwas gewinnen! Und zwar dieses wundervolle Japan-Paket!

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Das Japan-Paket enthält:
🌸 Manga „Sherlock – Eine Studie in Pink“ von Jay. aus dem Carlsen Verlag, der so lieb war mir ein Exemplar für euch zur Verfügung zu stellen. ❤
🌸 Einen niedlichen Neko-Schlüsselanhänger
🌸 Ein von mir gefaltetes Kimono-Lesezeichen
🌸 gaaanz viele japanische Süßigkeiten „[Gewinnspiel] „Sherlock“-Manga & Japan-Box“ weiterlesen

Krankheitsbild Buchmesseblues

Die Literatouristin

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Sie ist vorbei … die diesjährige Buchmesse fand vor wenigen Tagen ihr Ende. Und sämtliche Büchernarren erkranken an einer nahezu unheilbaren und nicht zu unterschätzenden Krankheit: dem Messeblues!
Definition
Der Messeblues oder Buchmesseblues (lat. „liber missa deliria“) ist eine Art der melancholischen Verstimmung, die nach einer Buchmesse die Besucher befällt. Besonders Buchblogger sind häufig vom Messeblues betroffen. Ca. 500 BuchbloggerInnen und Booktuber erkranken halbjährlich an den Folgen der Frankfurter und Leipziger Buchmesse . Jedoch ist die Dunkelziffer der Erkrankten erheblich höher, wie Spezialisten vermuten.

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[Märchenwoche] Gewinnspiel-Auslosung

Hallöchen, ihr Lieben!

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Endlich habe ich es geschafft und die Gewinner des Gewinnspiels der Märchenwoche ausgelost! Den beiden Gewinnerinnen gratulieren wir – die Teilnehmerinnen der Märchenwoche – ganz herzlich und wünschen ihnen viel Spaß mit ihrem Gewinn.

Gewonnen haben:

  • Noemi – Band 1 und Band 2 von „Die dreizehnte Fee“
  • Jolie – Lesezeichenset

Bitte meldet euch per Mail (literatouristin@yahoo.de) und teilt uns eure Adresse mit.

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Bei allen andern bedanken wir uns für die Teilnahme an der Märchenwoche. Wir hoffen, ihr hattet ebenso viel Freude bei unserer Reise duruch die Märchenwelt, wie wir es hatten. Und vielleicht gibt es auch bald eine zweite Märchenwoche. 😉

Besonders bedanken möchten wir uns auch beim Drachenmond-Verlag für die Unterstützung! Danke, liebste Astrid! ❤

Liebe Grüße, habt einen schönen Sonntag!

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{Challenge} Drachenmond-Lesechallenge

lesechallengeDM.pngHallöchen, Büchersüchtige!

Habt ihr schon von der Drachenmond-Lesechallenge gehört? Nein?! Na dann, gibt es hier einen kleinen Crash-Kurs, alle Infos zur Challenge, Anmeldungsmöglichkeiten und so weiter findet ihr bei Simone und Lurchi auf dem Blog www.leselurch.de.

Ich mache natürlich mit, denn die Bücher vom Drachenmond und der Verlag selbst, geleitet von der zauberhaften Drachenkönigin Astrid Behrendt, sind wundervoll und verdienen ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit! ❤

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Die Infos zur Drachenmond-Lesechallenge:

  • Die Anmeldung ist ab sofort möglich und wird nicht geschlossen. Jeder kann jederzeit einsteigen, in dem man sich auf www.leselurch.de anmeldet. Die Challenge startet am 1. März, und läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2016.
  • In dieser Challenge werden Punkte gesammelt! Für eure Beiträge/Bilder auf euren Blogs und in den sozialen Medien, die von Drachenmond-Büchern handeln, werden wie folgt Punkte verteilt:
    • Bild eines Drachenmond-Buches auf Instagram/Facebook – 1 Punkt
      • Instagram und Facebook [Achtung: das Bild muss öffentlich sein!] zählen jeweils als 1 eigener Punkt. Wer auf beiden Netzwerken teilt, bekommt also 2 Punkte gutgeschrieben. Pro Teilnehmer wird jeweils nur ein Bild eines Buches angerechnet. Wir freuen uns natürlich, wenn ihr ein Lieblingsbuch habt, das ihr immer und immer wieder fotografieren wollt! Der Fairness halber müssen wir uns aber pro Teilnehmer auf ein Bild pro Buch festsetzen.
    • Beitrag zu einem Drachenmond-Buch auf eurem Blog – 2 Punkte
      • Hierzu zählt jeder Post, der keine ausführliche Rezension darstellt, sich aber trotzdem eigenständig mit einem Drachenmond-Buch beschäftigt. Sei es ein Blogtour-Beitrag, eine „Waiting on Wednesday“-Vorstellung oder ähnliches.
    • Besprechung eines Drachenmond-Buches auf euren Blogs – 3 Punkte 
      • Wir bitten um eine ehrliche Besprechung, euer Fazit hat keinen positiven oder negativen Einfluss auf die Challenge! Rezensionen, die nur aus der Inhaltsangabe oder zwei Sätzen bestehen, werden nicht gewertet.
  • Die Links zu euren Beiträgen/Bildern müssen über das zweite Formular bei Leselurch eingereicht werden, damit eure Punkte angerechnet werden können. Bitte ausschließlich das Formular dafür nutzen, damit nichts durcheinander gerät! Stichtag ist immer der letzte Tag eines Monats. Was bis dahin nicht eingereicht wurde, kann für diesen Monat nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Es wird Monats- und Jahres-Gewinner der Challenge geben. Je mehr Punkte ihr sammelt, desto höher sind eure Gewinnchancen. In den Monats-Updates wird der Gewinner des jeweiligen Monats bekanntgegeben, der ein Wunschbuch aus dem Drachenmond-Verlag auswählen darf. Ende 2016 wird es zum Abschluss der Challenge drei Jahresgewinner geben, die sich über ganze Buchpakete freuen dürfen!
  • Mit jedem neuen Monat werden eure Punkte zurückgesetzt. Unabhängig davon, wann ihr euch für die Challenge anmeldet, startet ihr in den aktuellen Monat also immer mit null Punkten. Eure Punkte der vergangenen Monate werden von mir zur Auslosung der Jahresgewinner aber gespeichert und verwahrt. Je länger ihr also an der Challenge teilnehmt, desto höher sind eure Chancen auf den Jahresgewinn!
  • Natürlich müsst ihr keinen Buchblog besitzen, wenn ihr teilnehmen wollt. Auch auf amazon und Co. veröffentliche Rezensionen werden gewertet.

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Wir sehen uns auf dem Drachenmond,

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[Märchenwoche] Tag 1 – Märchen aus aller Welt

Hallo, liebe Märchenfreunde & Willkommen!

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Endlich ist es soweit: Die Märchenwoche beginnt! Ich darf sie einläuten und deshalb heiße ich euch alle ganz, ganz herzlich Willkommen!

Die Brüder Jacob und Wilhelm sind weltweit bekannt für ihre Märchensammlungen aus Deutschland. Wir sind praktisch DAS Land der Märchen – aber auch andere Länder können wundervolle, märchenhafte Geschichten vorweisen. Heute stellte ich euch meine ganz persönlichen drei Lieblingsmärchen aus anderen Ländern vor. Wir reisen nach Schottland, Norwegen und Japan. Kennt ihr Märchen aus anderen Ländern? Wenn ja, welche? Und haben euch die Märchen, dich ich euch gleich vorstelle, gefallen? Welches findet ihr am schönsten? Ich würde mich rießig über ein Kommentar freuen! 🙂

Jetzt wünsche ich euch aber erst einmal viel Spaß mit den Märchen aus aller Welt:

trennlineSchottland

In einem Fischerdorf namens Scouri lebte einst eine Sturmhexe, die den Fischern einen Ihn genehmen Wind herstellte und diesen an die Fischer und Kapitäne der Fischerboote verkaufte, die dadurch reiche Fischgründe erreichen und so einen guten Fang machen konnten. Um dem Wind ihren Willen aufzuzwingen  musste sie sich auf den höchsten Punkt über der Bucht stellen, von dort mit ihrem Zauberstab in die erwünschte Himmelsrichtung zeigen und einen gälischen Zauberspruch, einen „Geasan“, rezitieren.

Davon konnte sie ihren Lebensunterhalt gut bestreiten.

Eines Tages kam ein Kapitän zu ihr, denn er wollte unbedingt einen Ostwind haben. Sie machte für ihn einen Ostwind, aber der Kapitän wollte nicht bezahlen denn, so sagte er, der Wind hätte sich auch ohne ihr Zutun  auf Ost gedreht und er eilte zu seinem  Schiff, um in See zu stechen. Die Hexe war empört über die Frechheit des Kapitäns und eilte auf den Hügel. Als sie sah, dass der Kapitän mit dem Ostwind aus dem Hafen segelte, Hob sie ihren Zauberstab und gebot dem Wind zu drehen. Dadurch wurde das Schiff auf die Klippen gedrängt, und zerschellte. Der Kapitän und die Mannschaft konnte  gerettet werden und der Kapitän schwor,  nie mehr die Sturmhexe zu betrügen. Niemand im Fischerdorf traute sich zukünftig, den Versuch zu machen, die Hexe zu verärgern.

trennlineNorwegen

Ein Ehepaar hatte einen Sohn, der keine Lust hatte, irgendetwas zu tun. Er saß immer nur da und puhlte in der Asche. Eines Tages fragte ein Schiffer, ob der Junge nicht Lust hätte, bei ihm in die Lehre zu gehen und ferne Länder zu sehen und der Junge stimmte zu.

Irgendwann wurde das Schiff bei einem Sturm an eine unbekannte Küste getrieben. Der Junge erkundete die Insel und bald fand er ein schimmerndes Schloss namens Soria-Moria. Das Schloss war scheinbar leer, doch in einem Zimmer entdeckte er eine Prinzessin.

Sie wurde von einem dreiköpfigen Troll bewacht. Der Junge griff nach seinem Schwert und schlug ihm mit einem Hieb alle drei Köpfe ab. Die Schwester der Prinzessin wurde von einem sechsköpfigen Troll bewacht. Auch diesem schlug der Junge die Köpfe ab. Die dritte und jüngste der Prinzessinen wurde von einem neunköpfigen Troll bewacht, doch der Junge bewies Mut und schlug ihm alle neun Köpfe ab.

Zum Dank durfte der Junge die Jüngste, die ihm besonders zugetan war; zur Frau nehmen. Doch er gestand ihr zugleich, dass er Heimweh hatte. Die drei schenkten ihm schöne Kleider, steckten ihm einen Ring an und ermahnten ihn, den Ring nicht zu verlieren, denn er würde ihm den Weg zurück weisen. Und kaum, dass der junge Held seufzen konnte »Ach wäre ich doch zu Haus«, ist er auch schon dort.

Die Eltern erkannten ihn erst nicht, doch als er anfingt, wie früher in der Asche zu puhlen, sahen sie, dass sie ihren Sohn vor sich hatten. Doch der Junge war eitel geworden und brach vielen Mädchen das Herz, da schlich sich die Prinzessin, als sie davon hörte, nachts in seine Kammer – und stahl den Ring, der den Jungen zurück zu ihr geführt hätte.

Doch seine Sehnsucht nach der jüngsten Prinzessin und dem Soria-Moria-Schloss war so groß, dass er sich auf die Suche machte. Mit Hilfe des Westwinds erreichte er das Schloss gerade noch rechtzeitig, denn die jüngste Prinzessin, seine Braut, sollte an diesem Tag mit einem anderen Mann vermählt werden. Er erklärte der Prinzessin seine Liebe und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Zeit.

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China

Orihime, die Tochter des Himmelsgottes, war eine fleißige Weberin. Aber sie war auch einsam und darüber sehr unglücklich. Sie wurde so traurig, dass sie nicht mehr weben konnte. Um seiner Tochter zu helfen und ihr etwas Abwechslung von der Arbeit zu geben, wurde sie von ihrem Vater mit dem Rinderhirten Hikoboshi verheiratet. Sie waren so verliebt, dass beide darüber ihre Arbeit völlig vergaßen – Hikoboshis Rinder wurden krank und Orihimes Vater, der Himmelsgott, bekam keine neuen Kleider mehr. Darüber war er so erbost, dass er Hikoboshi auf die andere Seite des großen Himmelsflusses (der Milchstraße) verbannte. Weil sie aber vor Kummer immer noch nicht arbeiten konnten, und deshalb der Himmelsgott noch immer keine neue Kleider bekam, zeigte er Erbahmen und gestattete den Liebenden sich einmal im Jahr treffen und diese Nacht gemeinsam zu verbringen – an Tanabata.Wenn es an diesem Tag regnet, ist der Fluss zu breit und zu tief und kann nicht überquert werden.

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Morgen geht es weiter beim Bücherchamälion! Sie stellt euch die Märchenfiguren vor, die kein Happy-End bekommen haben. Schaut vorbei! Übrigens solltet ihr euch die 8 Buchstaben gut merken, wenn ihr am Finaltag der Märchenwoche euer Glück versuchen wollt.<3

Märchenhaft,

eure

 

 

[Ankündig] Blogtour – Märchenwoche

Hallo, Märchenfreunde!

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Von Montag, dem 22.02 bis zum Sonntag, dem 28.02.2016 findet etwas ganz besonderes statt: Die erste Märchenwoche! Auf sieben Blogs werdet ihr ganz viel spannendes über Märchen aus Deutschland und aller Welt erfahren, Märchenadaptionen kennenlernen, eine andere Seite der Märchen entdecken und noch vieles mehr!

Ihr dürft also gespannt sein! ❤ Am Montag geht es hier auf der „Literatouristin“ los, ich werde euch einige Märchen aus anderen Ländern vorstellen.
Am Dienstag folgt Patty, „das Bücherchamälieon“, dass euch über die Figuren berichtet, die kein „Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ bekamen.
Mittwochs solltet ihr unbedingt bei Lea von „Liberiarium“ vorbeischauen, sie beleuchtet die Gewalt in Märchen näher.
Tags drauf, am Donnerstag, geht es bei Sanne auf „Life in Petricolour“ um die Märchen aus Tausendundeiner Nacht und dem Buch „Zorn und Morgenröte“ von Renée Ahdien.
Das Wochenende läutet Nici, die „Novembertochter“ ein und stellt euch die Märchenadaption „Der Fluch der Spindel“ vor.
Samstags dürft ihr auf gar keinen Fall „Leselurch“s Buchvorstellung verpassen: „Eine dunkle und grimmige Geschichte“.
Am letzten Tag, dem Sonntag, solltet ihr unbedingt bei Jana und der „Welt der Bücher“ vorbeischauen. Dort bekommt ihr „Die dreizehnte Fee“ vorgestellt und zum feierlichen Abschluss gibt es auch noch etwas zu gewinnen!

Wir freuen uns alle auf regen Besuch. Alle, die Märchen und Märchenadaptionen lieben sind herzlichst eingeladen, mit uns auf Reisen zu Aschenputtel, Tom Däumling, Schneewittchen und den sieben Zwergen, den Feen und vielen weiteren zu gehen.

Wir sehen uns in der Märchenwelt,

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Die Zeit: Dieser Artikel wird Ihr Leben verändern!

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Ein üblicher Blogger: jung, blond innen und außen. Dümmlich lächelnd und potenziell unprofessionell. © Getty Images/Chaloner Woods via „Die Zeit“
 Vorwort: Dieser Beitrag entstand in Eile und Eifer – eine brandgefährliche Kombination. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind Absicht. Wer welche findet, darf sie behalten 😉

Blogger gibt es schon seit Jahren und in jeder Branche. Und auch meine Sippschaft, die Buchblogger, existieren nicht erst seit gestern – vor wenigen Stunden scheint nun das berühmte Blatt „Die Zeit“ davon gehört zu haben, dass es junge Menschen gibt, die tatsächlich noch lesen und sich dann auch noch im gemeingefährlichen Internetz darüber auslassen! Schreck lass nach, was fremde Wesen! Nun möchte sie ihrer journalistischen Pflicht nachgehen und der weiten Welt (zumindest dem deutschsprachigen Teil der weiten Welt) diese Gesellschaft näherbringen. Der Artikel erschien übrigens in der Onlineausgabe. 😉

Bevor ihr euch durch einen sicher relativ langen Text grabt, komme ich gleich mal zum Punkt: Scheinbar hat die „Zeit“ nicht ganz verstanden, was einen Buchblog ausmacht. Nämlich das individuelle, ganz persönliche Erleben einer Geschichte – wir wollen gar nicht das sein, was die „Zeit“ für professionelle Kritiker hält! Es ist ein Vergleichen von Äpfeln mit Birnen – fern verwandt, aber nicht (ver)gleich(bar) und schon garnicht das Selbe! Das beweist allein schon dieser Teil des Artikels:

Trotzdem fallen die meisten Rezensionen von Bloggern positiv aus. Viele Buchblogger wählen Bücher ohnehin nur dann aus, wenn sie annehmen, dass sie ihnen gefallen

Offenbar hat die Journalistin beim recherchieren etwas geschludert, vielleicht ist ihr auch ein grundlegender Denkfehler unterlaufen oder sie hat schlicht und ergreifend das ELEMENTARSTE übersehen. Sonst würde sie sich nicht darüber wundern, dass so viele Bücher gute Kritiken abbekommen: Der Blogger ließt und rezensiert, was ihm/ ihr interessiert, völlig frei von Vorgaben durch Verlage/ Autoren/ Redaktionen und Co weil ein Blog eine persönliche Website ist, also gar nicht das Bedürfnis und das Ziel hat, objektiv zu sein und eine breite, am besten allumfassende Masse zu erreichen. Der Blogger sucht nach Gleichgesinnten: Er muss sich also nicht durch ein Buch quälen, nur damit er es dann nach allen Regeln der Kunst in einer Zeitung oder im Fernsehen zerreißen kann. Wenn dem Leser ein Buch nicht gefällt, legt er es weg – und mir tun alle Leid, die von Berufswegen Bücher lesen und dann bewerten müssen, die ihnen nicht gefallen.

Vor allem das Bild, dass von Buchbloggern und Booktubern gezeichnet wird, überraschte mich: Anstatt eines leicht nerdigen, buchverliebten Haufens, der sich über seine liebste Beschäftigung (lesen) mit anderen austauschen will, werden wir als selbstbezogene und fast schon manipulative (oder von Verlagen manipulierten) Untergrundgesellschaft beschrieben, die das Internet dazu nutzt, um gratis an Bücher zu kommen, die wir dann nur grob nacherzählen anstatt uns damit zu befassen und werden als billige „Bekanntmacher“ für Verlage abgestempelt.

„Lang und breit wird berichtet, worum es in dem jeweiligen Buch geht. Auch die Biografie des Autors ist für Blogger hochinteressant. Am Schluss einer Rezension steht die persönliche Meinung.[…]“

und

 „Die Verlagsbranche hat dadurch erkannt, dass sie sich die Blogger zunutze machen kann. Die Faustformel ist einfach: Je mehr ein Buch im Gespräch ist, desto besser.[…]“

Heißt es in dem Artikel. Nein, liebe „Zeit“. Natürlich gibt es Rezensionen von schlechterer Qualität – aber sehr viele Blogger bemühen sich sehr um ihre Rezensionen. Nicht nur das Buch wird gelesen, nein. Auch denken sie über das Buch nach, setzten sich mit den Figuren, den Geschehnissen und dem Verhältnis zwischen ihnen und der Geschichte auseinander. Das nimmt nicht selten mehrere Stunden in Anspruch! .

Natürlich sind wir allem was die professionellen tun gegenüber Kritisch, denn offensichtlich wissen die Buchblogger alles besser als große Kritiker und trauen deren Meinung aus Prinzip nicht:

„Nur weil die großen Kritiker ein Buch gut finden, müssen sie das noch lange nicht.“

Exakt, so ist es. Dass nennt man dann wohl die Individualität des Lesers und auch unprofessionelle Rezensenten, die wir Blogger nun mal sind, haben ein Recht darauf, verdammt noch mal KRITISCH zu sein. Ich würde ja auf die freie Meinungsäußerung plädieren, aber wir wollen ja nicht übertreiben.

Auch die sogenannte Hochliteratur wird im Internet von Leuten rezensiert, die nicht zum Kreis der etablierten Literaturkritik gehören.

Ja, nicht einmal die klassische Literatur ist vor uns sicher. Da macht sich das niedere Bauernvolk doch tatsächlich über die Hochliteratur her und meint, sich eine Meinung bilden zu können. Als hätten diese Stümper die Gleichen Rechte, wie die aristokratische Oberschicht von Gelehrten, etablierten Literaturkritikern und Germanistikprofessoren.

Es gibt noch mehr als genug zum wundern und ärgern! Juhuu! Denn der gemeine Buchblogger ist grundsätzlich selbstverliebt und ichbezogen, zumindest empfindet die Zeitung uns als solche. Denn da heißt es, mit einem fast schon bissigen Unterton:

„Es wird viel „ich“ gesagt, denn es geht schließlich um die ganz persönlichen Eindrücke und Gefühle.“

– Erfasst. Denn das ist es was einen Blog ausmacht! Und genau das war der Ausschlag gebende Punkt, warum ich mich so über diesen ganzen Artikel geärgert habe. Das ganze Wesen des Buchbloggens wird durch den Vergleich zum Feuilleton völlig verzerrt und es wird übersehen, dass der Buchblog überhaupt kein „Ersatz für das Feuilleton“ sein möchte und sein darf! Fast am Rande wird natürlich auch das grammatikalische Geschick der Blogger kritisiert. Zu viele Ausrufezeichen, zu einseitig, nicht weitsichtig genug – auch hier muss man (Genau deshalb nochmal: finde ich!!!!!) klar das Buchbloggertum vom klassischen Journalismus differenzieren. Denn Blogs sind anders als die klassischen Medien und nutzen dementsprechend andere Stilmittel, eine völlig andere Sprachebene und peilen eine völlig andere Zielgruppe an als eine klassische Tageszeitung das tut.

Aber schlimmer als ein üblicher Buchblogger ist ja noch ein Booktuber, das Pondon mit sich bewegenden Bildern und Ton (HEXENWERK!) Die sind alle Narzisten, die sich – eitel wie sie eben alle sind – nur selbst vermarkten wollen. Eigentlich sollte es Buchtuberismus und nicht Narzismus heißen. Und Nazis sind sind dann Buchis oder so…

Doch es ist nicht so als hätte die Verfasserin des Artikels sich keine Gedanken über die Strukturen im Buchblogger und -tuberbusiness gemacht, denn sie schreibt:

Nicht umsonst machen sich Blogger auf ihren Blogs oder, wenn sie sich gegenseitig interviewen, immer wieder Gedanken über das eigene Selbstverständnis. Wahrscheinlich gibt es in keiner anderen Bloggerszene so viel Selbstreflexion wie in der, die über Literatur bloggt.

Ja, wir machen uns viele Gedanken über unser Selbstverständnis (ein wundervolles Wort, wie ich finde). Das müssen wir auch, da aufgrund genau solche Artikel wird unsere Alleinstellung als Medium immer wieder unter den Teppich gekehrt! Nochmals: WIR sind ein modernes Medium, ein Teil der Jugendkultur, keine Tageszeitung und keine professionellen Germanistikprofessoren und anstatt euch darüber zu beschweren, WIE wir unsere Liebe zum Lesen – einem der großartigsten Güter unserer Welt – ausleben sollten alle lieber froh sein, dass wir unsere Zeit nicht damit verbringen Drogen an der nächsten Staßenecke zu verticken, ein Flüchtlingsheim abzufackeln und danach ein paar Katzenbabies zu ertränken.

Puh, jetzt geht es mir ein bisschen besser. Meinem Ärger ist Luft gemacht. Wer will kann zur Beruhigung noch die bösen „Ich“s oder die Rechtschreibfehler zählen. Wer sich aber noch etwas ärgern oder wundern will, dann hier gern mal reinlesen: Literaturblogs: Dieses Buch wird ihr Leben verändern.

Viele Grüße (jetzt wieder in sich selbst ruhend)

Unterschrift

PS: Falls ein Zeit-Mitarbeiter über diesen Artikel stolpern sollte – ich war dem klassischen Journalismus immer zugetan, auch wenn er eines düsteren Tages ausstirbt und ihr bald alle umschulen müsst. Trotzdem ist so ein kleiner Verriss nicht die feine Art und Hexenjagd ist sowieso out … Ihr könnt ja mit dem Buchbloggen beginnen. Doch seid gewarnt: So ein Blog ist viel Arbeit.