Der Name des Windes und ich

dernamedes windes

Liebste Bücherwürmer,

heute möchte ich mal ein bisschen was anderes bloggen. Nämlich ein ganz tolles veganes Käsekuchen-Rezept!

Natürlich veralbere ich euch nur. Es geht natürlich um Bücher. Wenn ihr auf der Suche nach einem veganen Rezept für Käsekuchen seid, schaut doch mal zB bei Heiko und Danielas Blog www.tee-kesselchen.de vorbei, da gibt es viele tolle Rezepte. (#KeineWerbung!)

Nein, heute möchte ich euch erzählen, wie ich mich in das Buch „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss verliebte. Natürlich ist dieser Blogbeitrag nicht ganz uneigennützig. Ich möchte von euch wissen, ob ich total verrückt bin, oder ob es euch bei einem Buch schon mal ähnlich ergangen ist. Aber der Reihe nach…

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rothfuss1Werfen wir einen Blick zurück. Weit zurück… ins Jahr 2008. Damals habe ich zusammen mit einigen Schulkameraden und einer Lehrerin in einer AG die Schulbibliothek aufgebaut. Im Grunde haben wir Regale aufgebaut und dann kistenweise Bücher ausgepackt, katalogisiert und dann in diese Regale eingeräumt. Diese AG hatte drei entscheidende Vorteile. Erstens: während den Pausen durften wir drin bleiben und die Bücherei „sortieren“ – also rumhängen und lesen. Zweitens: BÜCHER! So viele davon und ich hatte als Mitglied dieser Bibliotheks-AG freien Zugang zu allen, wir durften sogar mit entscheiden, welche Bücher wir anschafften. Und Drittens: Es war die einzige AG, die nicht völlig überlaufen und voller Idioten war, aber ich erfüllte trotzdem die AG-Pflicht, ohne mir die Mühe des Schwänzens machen zu müssen (Disclaimer: Liebe Kinder, schwänzt bitte nicht den Unterricht, das ist NICHT cool!)

Irgendwann kam eine Kiste voller dicker Wälzer an, die es zu katalogisieren und einzusortieren galt. Eines davon war „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss. Schon damals stand ich ziemlich auf fantastische Welten und war so langsam aber sicher dem Narnia-Alter entwachsen. Mir stand es nach etwas reiferem, also begann ich damit, „Der Name des Windes“ zu lesen.
Aber was soll ich sagen? Ich fand auf Teufel komm raus keinen Zugang zur Geschichte, kämpfte mich mit lieber Müh´ durch die ersten 25 Seiten. Schließlich gab schließlich auf und widmete mich einer anderen Buchreihe, die übrigens zu einer meiner liebsten Buchreihe werden sollte: Die Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare.

Jahre lang rührte ich Patrick Rothfuss´ Werk nicht mehr an, ignorierte es, hatte dieses Buch als eines, das nichts für mich war, abgestempelt. Doch wie das so ist, stößt man manchmal immer und immer und immer wieder auf ein bestimmtes Buch, bis man das Gefühl hat, dass das Universum will, dass man dieses Buch ließt – zumindest geht es mir manchmal so. So war es auch mit dem ersten Band der Königsmörder-Chroniken. In Buchhandlungen, Büchereien, bei Freunden. Einfach überall fiel mir immer wieder dieses verdammte Buch in die Hände. Irgendwann lieh ich es mir einmal in unserer Stadtbücherei aus, brachte es dann aber ungelesen zurück. Ich kann gar nicht zählen, wie oft es mir empfohlen wurde. Mein Lieblingsbuchhändler hätte mich beinahe damit erschlagen, so nachdrücklich wollte er mir „Der Name des Windes“ andrehen.
Ich lehnte das Buch jedoch immer wieder ab, weigerte mich vehement, ihm und mir eine weitere Chance zu geben.

So ging das bis vor einigen Wochen. Schon wieder eine Bücherei, dieses Mal jedoch hier in Hamburg. Aus einer eigenartigen Laune heraus zog ich „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss aus dem Regal, und auch Peter Bretts „Das Lied der Dunkelheit“ landete an diesem Abend auf meinem Büchereistapel. Da ich nicht beide schweren Bücher nachhause schleppen wollte, ließ ich meine Community auf Twitter entscheiden, welches der beiden Bücher ich lesen sollte. Eine beeindruckende Mehrheit stimmte für Pat Rothfuss, also borgte ich mir das Buch aus. Und wollt ihr raten, was passiert ist? Genau, ich habe es zurückgegeben, ohne es auch nur angelesen zu haben.

Aber so ganz wollte ich die Flinte doch nicht ins Korn werfen. Nach all den Jahren der Hassliebe war jetzt mein Ehrgeiz geweckt. Doch die Seitenstärke und meine schlechte Erfahrung von vor fast zehn Jahren schreckte mich ab. Dafür gibt es allerdings eine tolle Erfindung: Hörbücher. Und ich habe morgens eine Menge Zeit auf dem Weg zur Arbeit… also habe ich mir das Hörbuch zu „Der Name es Windes“ herunter und ließ es mir einfach von Stefan Kaminski vorlesen.

Und irgendwie, ich weiß selbst nicht genau wie, war ich plötzlich angesteckt. Ich brannte förmlich für die Geschichte! Das Hörbuch war mir nicht mehr genug, ich wollte das Buch lesen und zwar selbst, in meiner Geschwindigkeit. Irgendwie lese ich erheblich schneller, als ich höre. Wenn ich ein Hörbuch höre, braucht mein Gehirn länger, die Dinge, die es wahrnimmt, zu verarbeiten, als wenn ich den selben Inhalt selbstständig lese. Also kaufte ich mir – nach Jahren des Widerstrebens – „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss und begann es vor 4 Tagen zu lesen.

furchtdesweisenMittlerweile bin ich auf Seite 215 von „Die Furcht des Weisen“ 1 und Teil 2 habe ich mir natürlich auch schon gekauft, damit ich sofort weiterlesen kann. Ich bin SO verliebt in diese Geschichte, in Kvothe und Patrick Rothfuss´ Schreibstil.

Leider hat das ganze einen ziemlich dramatischen Haken: Kein Mensch weiß, wann Band drei erscheinen wird. Der Autor scherzte vor Jahren mal von 2020, aber Fachleute befürchten jetzt, dass es wenn überhaupt, noch später werden soll. Doch immerhin ist uns der Arbeitstitel bekannt „Das steinerne Tor“ – und bis das Buch dann tatsächlich erscheint, kann ich mir ja einfach auf sämtlichen Blog und in allen existierenden Foren Fantheorien zu diesem ominösen Tor durchlesen.

Warum ich mich mit dem Buch schwer getan habe? Mh, darüber kann ich nur Mutmaßungen treffen. Vielleicht war ich schlicht zu jung, als ich „Der Name des Windes“ zum ersten Mal in den Händen hielt. Vielleicht ging ich auch zu verkopft und vorschnell urteilend an Kvothes Geschichte heran. Oder irgendwas stimmt einfach nicht mit mir… denn ich muss an dieser Stelle zugeben, dass mir die Tragödie, dass mir ein wundervolles fast durch die Lappen gegangen wäre, schon einige Male passiert ist.

Wie ist das bei euch? Habt ihr eine ähnliche Erfahrung gemacht oder wisst ihr immer ganz genau, welche Bücher ihr liebt und welche nicht? Gebt ihr verschmähten Geschichten auch mal eine neue Chance oder ehr nicht?

Über eure Meinung würde ich mich freuen!

Liebst, eure

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Ein Kommentar zu „Der Name des Windes und ich

  1. Hey Bianca,
    es ist schön zu lesen, dass du dich doch noch in „Der Name des Windes“ verliebt hast. Es zählt mit zu meinen liebsten Büchern aus dem Bereich der Fantasy und ich bin immer glücklich, wenn jemand es für sich entdeckt. 🙂

    Was du beschreibst – dass man mit einem Buch nicht warm wird und ihm erst später eine zweite Chance geben muss – kenne ich von einigen Büchern, die ich als Jugendliche lesen wollte. Obwohl ich damals schon Science-Fiction liebte, gab es da ein paar Werke, die einfach weit jenseits meines Horizonts war. Da spielten dann andere Dinge in der Geschichte eine Rolle und die Figuren habe ich auch nur schwer greifen können. Allerdings habe ich nicht wie du den Mut gehabt, ihnen noch mal eine Chance zu geben. Vielleicht sollte ich das mal machen. 😀

    Liebe Grüße
    Katharina

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