Umziehen mit Büchern – Teil 1

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Liebste Lesewütigen,

vielleicht wisst ihr es ja – wenn nicht, wisst ihr es jetzt: Ich ziehe um. Und ich hasse Umzüge. Warum? Weil ich Bücher besitze… viele Bücher. (Wie viele? Keine Ahnung. Ich zähle sich aber bald und halte euch darüber gern auf dem Laufenden, wenn ihr möchtet.) Das Umziehen mit Büchern ist wirklich eine Qual! Und auf diese schwierige und fordernde Reise nehme ich euch jetzt mal mit.

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Donnerstag, 24.08.17, 11:55 Uhr

Gerade sitze ich in meiner neuen Wohnung, auf der Couch und warte darauf, dass meine Bücherregale geliefert werden. Denn erst dann werde ich alle meine Bücher nach und nach in die neue Wohnung bringen, und sie in die neuen Regale einräumen. Mir graut es davor, Kistenweise Bücher von meinen alten Kinderzimmer im 2. Stock durchs elterliche Treppenhaus ins Auto zu laden, diese durch die halbe Stadt zu karren nur um sie dann wieder auszuladen und in den ersten Stock zu schleppen, in dem meine eigene Wohnung liegt.

Ich möchte mich darüber beschweren. Und zwar bei Menschen, die mein Leid verstehen. Also beschließe ich, darüber zu bloggen. Abgesehen davon habe ich bereits viiiel zu lange nicht mehr gebloggt – Asche auf mein Haupt. Aber ein neuer Job, ein Umzug und das Lesen hatten einfach Priorität.

Ich klappe meinen Laptop auf, schließe Netflix (suchte nebenher gerade „Orphan Black“. Sehr verwirrend. Miese Imitation von deutschem Akzent. Aber spannend.) und beginne zu schreiben.

Dies ist der aktuelle Stand in Sachen „Umziehen mit Büchern“:

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Diese Wand wird meine Bücherwand

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Donnerstag, 24.08.17, 12:24 Uhr

Mein Handy klingelt. Es ist ein freundlich klingender Speditionsmitarbeiter, der mit mitteilt, dass meine Bestellung in etwa 45 Minuten geliefert wird. Ich bedanke mich für die Information und beschließe, den Herren Kaffee zu kochen.

Übrigens sind bereits ein paar Bücher in meiner Wohnung eingezogen, und zwar folgende:

Warum ausgerechnet diese zehn Bücher? Nun, das hat mehrere Gründe. Die Reckless-Reihe von Cornelia Funke zählt zu meinen ABSOLUTEN Lieblingsbüchern, deshalb musste ich die deutschen & englischen Editionen einfach sofort von zu Hause in meine neue Wohnung mitnehmen. „Percy Jackson erzählt griechische Heldensagen“ von Rick Riordan habe ich eingepackt, weil ich alle meine Pflanzen nach griechischen Helden benenne (Z.B. besitze ich einen Efeu namens Herkules und eine Fuchsia namens Eurydike, die Palme ist noch namenslos. Ich freue mich über Vorschläge in den Kommentaren! :)), „Aufstieg und Fall des außerordenlichen Simon Snow“ von Rainbow Rowell ist mein aktueller Lesestoff, „Goldener Käfig“ von Victoria Aveyard möchte ich danach erneut lesen und mit „The Hearts we Sold“ von Emily Lloyd-Jones zog das erste Buch direkt in die neue Wohnung ein. Dieses Buch befindet sich nämlich in der aktuellen Owl-Crate-Book-Box.

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Donnerstag, 24.08.17, 13:18 Uhr

Der Kaffee ist gekocht. Die zukünftige Bücherwand wartet darauf, ihre Bestimmung zu erfüllen. Ich bin so was von bereit, kistenweise Bücher zu schleppen.

Aber die Lieferanten lassen auf sich warten…

In der Zwischenzeit plane ich für die Frankfurter Buchmesse – denn die Vorbereitungen für die diesjährige FBM sind im Trubel zwischen Umzug und neuem Job ziemlich auf der Strecke geblieben. Außerdem twittere ich fröhlich vor mich und überlege, WIE ich mein Regal einsortieren möchte.

Noch schwanke ich nämlich zwischen dem Ordnen nach Farbe und dem sortieren nach Genre hin und her.
Für ein farblich sortiertes Regal würde sprechen, dass es einfach schön aussieht und ordentlicher und ruhiger wirkt. Da das Bücherregal im Wohn- und Esszimmer steht (oder wie ich lieber sage: die Couch und der Esstisch im Bücherzimmer stehen) wäre etwas Ruhe vielleicht sinnvoll.
Für ein am Genre orientierten System spräche, dass ich die Reihen nicht auseinander gerissen würden und man ein Buch, das man sucht, leichter findet.

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Donnerstag, 24.08.2017, 13:31 Uhr

Die Jungs von der Spedition waren da. Ich bin ziemlich beeindruckt – die tragen die 20170824_133153[1].jpgRegale nicht gemeinsam in die Wohnung, sondern jeder schleppt je ein Paket ALLEIN hier herauf. Die Krankenschwester rebelliert in mir und grummelt etwas von „kinästhetischem Arbeiten“, die Büchernärrin in mir schlägt jedoch Purzelbäume vor Vorfreude auf das neue Zuhause meiner Schätze.

Den Kaffee lehnen die Speditionspopeys übrigens ab, ein Glas kaltes Wasser nehmen sie aber dankend an. Verständlich, bei den sommerlichen Temperaturen, die draußen herrschen. Und ehe ich mich versehe, sind die beiden auch schon wieder verschwunden – fast wie zwei muskulöse gute Feen mit osteuropäischem Akzent …

Mama, die als meine Aufbauassistentin fungiert und ich trinken erstmal eine Tasse vom vergrämten Kaffee.

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Donnerstag, 24.08.2017, 14:07 Uhr

Nach einer ausgiebigen Kaffeepause machen wir uns ans Werk, denn vier Billy-Regal bauen sich nicht von allein auf – zum Glück, muss ich sagen. Denn was ihr wahrscheinlich noch nicht von mir wisst, ist dass ich neben dem Lesen, dem Bloggen und dem Boldern noch eine große Liebe habe: Möbel aufbauen! Ja, ohne Scheiß. Mir macht es einen riesigen Spaß Regale, Schränke, Tische, Stühle, Kommoden und Co zusammenzusetzten. Und zwar ohne Bauanleitung. Denn die ist was für Anfänger und ich bin ein Pro! 😀

billy

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Donnerstag, 24.08.2017, 16:51 Uhr

Es ist vollbracht! Nach knapp drei Stunden stecken, schrauben, klopfen – meine Regale stehen und präsentieren sich in ihrer vollen und gähnend leeren Pracht!

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Ganz ohne Probleme lief der Aufbau allerdings nicht ab. Wie sich herausstellte, ist mein Boden etwas schief, was bei uns in der Region eigentlich keine große Überraschung ist, da 90% aller Häuser im Hang gebaut sind, weil es schlicht kaum ebene Fläche gibt. Trotzdem ärgerlich, wenn dann ein oder zwei Regale irgendwie ein bisschen „schief“ stehen.

Aber ich habe noch ein ganz anderes – gravierenderes – Problem: Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Platz nicht lange ausreichen wird … doch im Moment freue ich mich auf das schlimmste und großartigste am Umziehen mit Büchern.

Das Schlimmste = Das Schleppen von Unmengen an Schmökern
Das Beste = Das Einsortieren (Auch, wenn ich noch immer nicht weiß, wie…)

Aber davon berichte ich euch ein anderes Mal,Unb1enannt

6 Kommentare zu „Umziehen mit Büchern – Teil 1

  1. Oh, ja. Einsortieren ist einfach super, sie bis zum Regal schleppen daher schrecklich. Vor der Wandfarbe macht sich das weiße Regal richtig super. Ich freu mich auf ein Bild des bestückten Regals 🙂
    Kleiner Tipp: Wenn du sowieso jedes Buch in die Hand nehmen musst, kannst du auch gleich eine Datenbank wie Librarything (Artikel dazu findest du auf meinem Blog, wenn es dich interessiert) mit deiner privaten Bibliothek bestücken. Daher weiß ich nämlich, dass ich genau 584 Bücher in meinen Regalen stehen habe.
    LG und viel Spaß in der neuen Wohnung,
    Lexa

  2. Hallo Bianca 🙂
    Ich stecke gerade in der gleichen Situation und versuche gerade meine Bücher in Kisten zu packen und vor der Schlepperei graut es mir auch. Wir ziehen in den dritten Stock und dass ich am liebsten gebundene Bücher mag, ist irgendwie auch nicht gerade hilfreich 😀
    Meine Regale nehme ich auch noch mit, aber ich hoffe, dass unsere Helfer vielleicht genauso stark sind wie deine Regalträger 😉
    Ich bin schon gespannt, wie sich dein Regal befüllen wird und für was für eine Sortierung du dich entscheiden wirst. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und meine Bücher endlich einmal nach Farbe sortieren 🙂
    Liebe Grüße,
    Nora 🙂

  3. Huhu,

    das mit den Pflanzen ist ja lustig.

    Ich persönlich bin für Genre, da ich es nicht mag Reihen auseinander zu reißen.

    Wow, das aufgebauete Regal sieht gut aus. Passt gut an die Wand.

    Owei, vielleicht findest du ja noch anderen Stauraum für die Bücher, aber das Einsortieren macht bestimmt Spass.

    Da wünsch ich dir viel Spass und bin gespannt auf Folgebeiträge.

    LG Corly

  4. Es sieht einfach mal super schön aus! Ich habe das ja per Twitter verfolgtund finde es fantastisch! Die weißen Regale sehen auch einfach sehr edel aus. Das wirkt gleich ganz anders! Ganz groen Respekt und MEHR BILDER ♥♥♥

    xoxo Vera

  5. Ich bin in meinem Leben auch schon sehr oft umgezogen. Der Großteil der Kisten, die dabei aus meinem Kinderzimmer wanderten, waren Bücher. Die Umzugsleute waren nicht so begeistert 🙈 ich musste immer darauf achten, die Kisten nicht zu voll zu packen 😅 aber ja, das Schönste war immer, dass man einmal alle seine Schätze in die Hand nehmen konnte (beim Ein- und Ausräumen). Und bei der Gelegenheit wurde direkt auch jedes Einzelne entstaubt. Yay 🙃

  6. Liebe Bianca,
    wow… Also ich habe ja nicht mal halb so viele Bücher wie du, mir graut es aber trotzdem davor, sie nächstes Jahr alle einpacken zu müssen und in eine Wohnung zu transportieren…
    Dein Blog ist wirklich sehr schön, da bleibe ich gleich mal als Leser da.
    Wenn du möchtest, schau doch mal bei mir vorbei, da läuft aktuell ein Gewinnspiel. 🙂
    Liebste Grüße,
    Miriam
    http://poesiegeklecker.blogspot.de/

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