{Bericht} Harry-Potter-Lesenacht beim Carlsen-Verlag

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Am letzten Samstag, dem 24.09.2016, war es endlich so weit: Mit dem Erscheinen von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von J. K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne können nun auch die deutschsprachigen Potterheads nach Hogwarts zurückkehren, um dort Abenteuer zu erleben.
Dies nahm der Carlsen-Verlag zum Anlass und lud Buchblogger, Pressemitglieder und andere Potter-Fans zu sich nach Hamburg ein, um dort im Rahmen der Harry-Potter-Lesenacht das neue Buch zu feiern.
Als waschechter Potterhead konnte ich mir dieses Abenteuer nicht entgehen lassen und so machte ich mich am 23.09 per Deutsche Bahn aka Hogwartsexpress auf den Weg nach Hogwarts … äh … Hamburg. Und von dieser Reise, der Harry-Potter-Nacht und dem Rundgang beim Carlsen-Verlag möchte ich euch nun berichten – VIEL SPASS! ❤

DIE ANREISE

20160923_145915.jpgMein Zug startete um 11: 52 Uhr in meiner Heimatstadt. Mit dem Regionalexpress ging es nach Frankfurt am Main. Von Frankfurt aus reiste ich dann Richtung Norden. Die Reise führte mich mit dem Intercity erst nach Kassel-Willhelmshöhe und von dort aus dann in die Hansestadt. Zumindest bis nach Kassel lief die Fahrt Reibungslos.
Doch eine Reise mit der Bahn währe keine Reise mit der Bahn, wenn haarsträubende Verspätungen nicht währen. So kam es, dass ich mich 25 Minuten später als geplant in einen Zug nach Hamburg setzte – ironischer Weise war dieser Zug eigentlich der, der bereits eine Stunde vor meinem nach Hamburg hätte fahren sollen, aber aufgrund von Gründen einfach mal fast 1,5 Stunden später in Kassel-Willhelmshöhe startete. 😀
Trotzdem merkte ich wieder mal, wie gerne ich zugfahre. Ich liebe es Zugbekanntschaften zu machen und mich mit völlig Fremden über Gott und die Welt auszutauschen. Am Anfang meiner Reise war davon zwar nichts zu merken, dafür war ich in den letzten drei Stunden meiner Hinreise in bester Gesellschaft und hatte eine nette kleine Drei-Mann-Teeparty im Zug. Zum Abschied erhielt Haralt, das Papiertütengesicht, noch einen kleinen Kuss …

Nach beinahe sieben Stunden im Zug erreichte ich endlich den Bahnhof des Hamburger Stadtteils Altona. Nach einem kurzen Fußweg (natürlich verlief ich mich erst einmal und rannte in die vollkommen falsche Richtung) konnte ich gegen 19:30 endlich die Tür zu meinem Hotelzimmer aufschließen. Nach einer kurzen Erholungspause machte ich mich auf und besorgte mir ein kleinesAbendessen.

Die Harry-Potter-Nacht

Gegen 20:00 versammelten wir, das heißt Sanne von Papierplanet, Philip von Book Walk, Simone von Leselurch und meine Fuchsschwester Lea von Liberiarium, sowie Manuel (der noch keine Blog hat, aber wir kriegen ihn noch rum ;)) uns in unserem Hotelzimmer und warfen uns so richtig in Schale. Gemeinsam spazierten wir dann in Hogwarts-Uniform und mit Zauberstäben bewaffnet durch Hamburg zum Carlsen-Verlag. Unterwegs mussten wir uns noch todesmutig einigen Todessern stellen, die uns einen Unverzeihlichen Fluch auf den Hals jagen wollten. Aber als talentierte Hexen und Zauberer, die wir eben sind, konnten wir ihnen leicht entkommen.
3 … 2 … 1! Mit einem Countdown öffnete der Carlsen-Verlag um 21:30 Uhr feierlich seine Hallen für alle angereisten Potterheads. Doch bevor wir unser Hogwarts in Hamburg stürmen konnten, mussten wir natürlich zuerst einmal vom Sprechenden Hut in eines der vier großartigen Häuser eingeteilt werden. Nachdem der Hut bei mir zuerst etwas nuschelte ( das Wort „Ravenclaw“ klang mehr nach „Slytherin“, so was aber auch!) fand ich schließlich gemeinsam mit der wundervollen Simone ein Plätzchen in meinem geliebten Haus, womit eine Identitätskrise erfolgreich abgewendet wurde. 😉
Außerdem erhielten wir jeder eine Pergamentrolle, auf der die Hausordnung und vor allem auch das W-Lan-Passwort niedergeschrieben war. (Wenn man sich das Haus mit Buchbloggern füllt, muss auch Hogwarts an die modernen Zeiten anschließen – via Eule bloggt es sich nicht so gut … der Eulenkot ist katastrophal!)
Totesmutig warf ich meinen Namen in den Feuerkelch – wer möchte nicht gern für Ruhm und Ehre beim Trimagischen Tunier einen Arm oder sein Leben verlieren?

 

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v. l. n. r. Lea, Ich, Philip, Simone & Sanne

 

Nach und nach füllte sich die wundervoll geschmückte Halle und dann ging es wirklich richtig los: Einige Mitarbeiter des Carlsen-Verlags stellten sich vor und hielten kurze Reden. Besonders die Verlegerin Renate Herre schaffte es, mit ihrer Rede bereits die ersten Tränchen aus den Gästen herauszukitzeln.
Es war ein traumhafter Moment und man spürte richtig, dass uns alle eines an diesem Abend verband. Nämlich die Liebe zu Harry Potter, seinen Abenteuern und der magischen Welt. Ja, J. K. Rowling hatte Recht: Hogwarts ist immer da, um uns willkommen zu heißen. Und so fühlten wir uns in diesem Moment so, als wären wir nach langer Zeit nach Hogwarts zurückgekehrt. (Könnt ihr euch vorstellen, dass es echt schon 10 Jahre vergangen sind, seit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ erschien?)

Das Trimagische Tunier, das im Anschluss statt fand, war ein Wechselbad der Gefühle. Es war ein spannendes Tunier. Slytherin gewann knapp vor Ravenclaw und Gryffendor, die sich den zweiten Platz teilten. Wobei ich mir sicher bin, das die Schlangen gemogelt und die Spielleiterin mit einem Verwechslungszauber belegt haben (Lea Lovegood hat ganz verdächtig mit ihrem Zauberstab herumgefuchtelt). Auf dem dritten Platz fanden sich die Huffelpuffs wieder und machten ihrem Ruf alle Ehre. 😉
Um uns von diesem spannenden Tunier zu erholen, legten wir eine kleine Pause in der Großen Halle ein und genossen allerlei aus der magischen Küche. Barry Cunningham, der Entdecker von J. K. Rowling und damit auch „Harry Potter“ hatte sogar noch eine persönliche Videobotschaft für uns und berichtete davon, wie er zum ersten Mal das Manuskript von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ laß.

unbenanntMitternacht und damit die feierliche Übergabe von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ an die deutschen Potterheads rückten immer näher. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, würde nocheinmal der Epilog aus „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ vorgelesen. Die Lesung war wundervoll und sehr rührend, sodass einige von uns einfach ein paar Tränchen verdrücken musste.

Doch schnell war die bittersüße Mechancholie verscheucht, denn Mitternacht stand auf der Türschwelle und wurde mit lauten Countdown, einem lauten Knall und Goldregen begrüßt. Feierlich erhielten wir unsere exklusiv gestempelten Ausgaben von „Harry Potter und das verwunschene Kind“. Unser Glück noch gar nicht so richtig fassen könnend schossen wir begeistern noch einige Fotos, blätterten schon einmal durch das neuste magische Abenteuer und schwelgten in Erinnerung an all die vergangen Abenteuer mit Harry und Co.

Viel zu schnell neigte sich die grandiose Harry-Potter-Nacht ihrem Ende. Irgendwann war es dann auch für den Buchblogger-Squad an der Zeit das Flohpulver auszupacken und über den Carlsen-Kamin zurück ins Hotel zu reisen.

Natürlich war dort noch lange nicht Schluss! In unserem Hotelzimmer, dem Potterhead-Hauptquatier, veranstalten wir kurzerhand noch eine private Lesung. Jeder von uns übernahm einige der Figuren aus „Harry Potter und der verwunschene Kind“ und so laßen wir uns mit verteilten Rollen durch den ganzen ersten Akt – Philip von Book Walk legte dabei übrigens die beste Imbisswagen-Hexe aller Zeiten hin.
Aber irgendwann fallen auch den begeistertsten Harry-Potter-Lesern mal die Augen zu und so kehrte dann frühsten Morgenstunden Ruhe in unserem Schlafsaal ein. Angeblich habe ich (mal wieder) im Schlaf geredet … zum Glück habe ich niemanden aus Versehen verhext! 😉

Führung durch den Carlsen-Verlag

Nach einer viel zu kurzen Nacht krabelten wir etwas müde, um nicht zu sagen minimal zerstört, aus den Betten. Aber es stand ein zweites Highlight des Wochenendes an: Die Verlagsführung durch den Carlsen-Verlag! Also mobilisierte die Truppe nochmal alle Kräfte und marschierte nach einem kurzen Zwischenstop für ein ausgirbiges (aber eiliges) Frühstück erneut zum Carlsen-Verlag, wo wir von Ute und Ramona aka Kielfeder in Empfang genommen wurden.

unbenanntWas soll ich sagen? Der Carlsen-Verlag ist einfach riesig und grandios und ÜBERALL sind Bücher – es ist wie im Himmel! Die Carlsen-Ladys führten uns durch sämtliche Räumlichkeiten und erklärte uns eine Menge spannender Dinge über die Verlagsarbeit. Außerdem erhaschten wir Einblicke in das Marketing und den Vertrieb, Lektorat und vieles mehr. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie begeistert wir waren! Wie bei einer euphorischen Touristengruppe begleiteten „Ahhh!“s und „Ohhh“s und leicht hysterischen einige Quitscher unseren Rundgang.
Mein besonderes Highlight war jedoch die kleine Ausstellung von Potterhead-Fan-Briefen. Einige dieser handgeschriebenen Nachrichten, Briefe und sogar Gedichte waren schon über 20 Jahre alt, andere erst wenige Monate alt und jeder von ihnen war einfach hinreißend. Es war rührend, so viel Liebe zu Harry Potter zu sehen und zu wissen, dass die Bücher auch zahlreichen anderen eine wundervolle Kindheit bescherten. Ich war so gerührt, das mir die Tränen kamen – und dabei hatte ich mich am Vorabend bei der Harry-Potter-Nacht doch so wacker geschlagen! ^^° Ich bin halt eine Heulsuse. xD

Zum Abschluss der Tour durch den Verlag durften wir uns sogar jeder ein Buch aus dem Carlsen-Verlag mitnehmen. So kam „Wie Schnee so weiß“ von Marissa Meyer praktisch direkt aus dem Carlsen-Nest zu mir nach Hause.

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(c) Philip

Zu guter Letzt erhielten wir sogar noch eine richtige Flugstunde auf den verlagseigenen Besen!  Besenfliegen ist echt nicht gerade einfach, aber wir alle erwiesen uns als echte Naturtalente. Auf dem Bild seht ihr das Carlsen-Quidditch-Team: Manuel Thomas, Bianca Chapmann und Simone Finnigan als Jäger, Sanne Malfoy und Lea Lovegood als Treiber, Ramona Thomas als Sucherin, Philip Flipendo als Hüter und Ute Hooch, Trainerin des Teams.

 

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Abflug!

Nach dem anstrengenden Quidditch-Training ließen wir den wundervollen Rundgang in einem Café in der Nähe des Verlags ausklingen. Schließlich wurde es jedoch Zeit, sich von der lieben Ute zu verabschieden, denn wir hatten sie schon viel zu lang in Beschlag genommen.
Gemeinsam machten wir dann Hamburg unsicher und stöberten durch jede Buchhandlung, die wir unterwegs entdecken, bummelten über einen riesigen Flohmarkt und durch einige Second-Hand-Boutiken. In einer davon entdeckten Lea und ich zwei zauberhafte Fuchsringe, die wir bei unserer Ehre als Fuchsschwestern einfach haben mussten! 😉
Nach einem Eis und einem ausgirbigen Spatziergang durch den Hamburger Stadtteil Altona war es schlussendlich Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Auf Wiedersehen zu Hamburg und auf Wiedersehen zu meinem liebsten Bloggerquad. Es waren zwei unglaubliche Tage und eine wahrhaft zauberhafte Erfahrung. Ein Glück, dass wir uns in wenigen Wochen auf der Frankfurter Buchmesse wiedersehen werden. 😀

Die Abreise

Bei der Heimreise machte ich kurzen Prozess und wählte die schnellste Route. Im Zug lernte ich dann noch einen ziemlich coolen DJ kennen, der mir einen Crashkurs im Mixen von Techno- und Dancemusic gab. Normaler Weise ist das ja gar nicht meine Musik, aber das, was man mir vorspielte war richtig gut und sehr angenehm zu lauschen. Wer hätte das gedacht? 😀

So kam ich problemlos, aber völlig umnachtet und am Ende, gegen halb eins am Morgen in der Literatouristin-Höhle an und fiel erschöpft, aber mit zahlreichen neuen Eindrücken und Erinnerungen in mein Bett. Am nächsten Morgen kam ich kaum aus den Federn, aber das musste ich auch nicht, denn ich nutzte die Zeit, um „Harry Potter und das verwunschene Kind“ durchzulesen und es direkt an meine Mutter weiter zu geben. So ist es nämlich seit Jahren Tradition: Ich lese die Bücher, wenn sie rauskommen und reiche sie dann an meine Mama weiter.

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Das war mein Bericht zur Harry-Potter-Nacht, wenn ihr mehr lesen wollt schaut mal hier vorbei:
unterschriftHochachtungsvoll,
Bianca Chapman
Jägerin des Carlsen-Quidditch-Teams

 

7 Kommentare zu „{Bericht} Harry-Potter-Lesenacht beim Carlsen-Verlag

  1. Was für ein schöner Reisebericht! 🙂 Ich habe gerade ganz erschrocken nachgeschlagen – es kann doch niemals sein, dass der letzte Harry Potter vor 10 Jahren erschienen ist?! – und du hast Recht! Oh mein Gott, wie schnell die Zeit vergeht :D.
    Liebe Grüße! 🙂

  2. Huhu liebe Bianca,
    danke für deinen tollen Rückblick auf dieses magische Event. Es ist so erschreckend, wie schnell die Zeit verfliegt. Das Event ist jetzt schon wieder eine Woche her 😦

    Liebe Grüße
    Philip

  3. Liebe Bianca,

    bereits seit Tagen freue ich mich auf deinen Bericht,
    dafür wollte ich genügend Ruhe haben und endlich konnte ich mir Zeit dafür nehmen.

    Vielen Dank für deine tolle Beschreibung. Meine Vorfreude aufs Weiterlesen ist nun noch größer.
    Bei meiner Familie werden die Bücher auch weitergereicht, deshalb muss ich mich noch gedulden.

    Liebe Grüße,
    Alexandra

    1. Hallo liebe Alexandra,

      es freut mich riesig, dass dir mein Bericht gefällt.
      Genau aus diesem Grund, bin ich es immer, die die Bücher kauft – damit sichere ich mir das Recht des Ersten. 😉

      Liebste Grüße,
      Bianca

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