Careful sweeties – Spoilers!

*ACHTUNG: potenzielle Spoilerinhalte und Ironie*

Meine lieben Freunde des geschriebenen Wortes

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Heute befassen wir uns mal mit einem sensiblen Thema in der wunderbaren Bücherwelt. Einem Thema, dass sogar Freundschaften ruiniert und selbst den friedlichsten Lesefuchs in ein blutrünstiges Monstrum verwandeln kann: Spoiler! *dömdömdöööm*

Das Wort Spoiler ist ein wundervolles Homonym (Das heißt ein Wort für zwei verschiedene Gegenstände. Die berühmten Teekesselchenwörter). Zum einen ist ein Spoiler eine Vorrichtung am Auto, aber die Art Spoiler mit der wir uns heute beschäftigen ist vom englischen Wort „to spoil“ abgeleitet und heißt so viel wie „verderben“. Also ist ein Spoiler das Preisgeben einer Information, die den Spaß an einer Geschichte verdirbt.

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UND WIR ALLE HASSEN SPOILER! Denn Spoiler sind etwas ganz und gar grausames, verdirbt ein richtiger Spoiler doch die Lust an einem ganzen Buch oder sogar an einer ganzen Buchreihe. Der Freundeskreis, aber besonders auch das Internet ist ein Mienenfeld aus potenziellen Spoilern und als Leserratte muss man tierisch aufpassen, wo man hintritt. Sonst fliegt einem schnell mal alles um die Ohren. Auch Zeitreisende sind besonders spoilergefährdet (Fragt mal Die Königin des Spoileralarms, River Song aus „Doctor Who“)
Prinzipiell sollte es deshalb ein internationales Spoilerverbot geben und alle Menschen, die dagegen verstoßen gehören standrechtlich erschossen! Wie schützt man sich am besten vor Spoilern? Ich handhabe es so, dass ich bei besonders spoilerlastigen Fandoms (Game of Thrones zum Beispiel) das Internet (besonders 9Gag und Twitter) meide oder allgemein alles, was Spoiler beinhalten könnte, demonstrativ ignoriere und weiträumig umgehe. Werde ich doch mal von einem vergiften Spoilerpfeil getroffen, tue ich alles, um die Information sofort wieder zu vergessen: Aufräumen, Möbel umschieben, den Wocheneinkauf ohne einkaufsliste erledigen, meine Steuererklärung oder vieles mehr, was verwirrt oder besondere Leistungen erfordert. Denn so vergisst mein Gehirn den Spoiler sofort wieder, weil es sich mit anderen Sachen beschäftigen muss! Ich rate dringend davon ab, sich über einen Spoiler aufzuregen! Das führt nämlich dazu, dass er sich besonders fest im Hirn verankert und dann werdet ihr den Gedanken nie wieder los. NIE WIEDER!

Manchmal spoilern uns aber auch Bücher selbst. Mit Rückblicken und Vorrausschauen, der Inhaltsangabe (Überrschriften verraten viel über den Inhalt des Kapitels) oder (was mir schon passiert ist) mit dem Inhalts des Klappentextes des Folgebandes. Das ist dann vor allem eines: dumm gelaufen. Aber leider nicht immer vermeidbar.

Doch jetzt folgt ein dickes fettes ABER. Es gibt auch Spoiler, die gar keine Spoiler mehr sind. Weil jeder, der nicht die letzten Jahre unter einem Stein verbracht hat, mittlerweile davon gehört haben sollte – bevor ich hier allerdings einen Shitstorm verursache habe ich die Spoiler, die keine sind, unkenntlich gemacht. Wenn ihr furchtlos seid und sie lesen wollt, markiert einfach den Nachfolgenden Text von # zu #. 😉

# Snape ist eigentlich kein Todesser, sondern versuchte immer nur Harry zu beschützten. („Den Snape machen“ ist mittlerweile eine gängige Bezeichnung für Doppelspione!)

Bella Swan wird zum Vampir und bekommt ein Kind! (YOU don´t say! Da gab es übrigens ´ne Diskussion, ob sie nicht ein schlechtes Vorbild ist. Weil sie so jung von einem Vampir ein Kind bekommt – hääää???

Kili stirbt in „Der kleine Hobbit“ (Das Buch ist über 50 Jahre alt, Leute!!!)Und Tauriel aus den Filmen gibt es im Buch gar nicht – und Legolas spielt  nicht mit.

Darth Vader ist Lukes Vater. (Der Typ heißt Vader, was Vater auf holländisch heißt – der Name ist schon ein Spoiler)

Harry Potter ist der Auserwählte, aber nur weil Voldemort ihn auserwählt hat – Neville Longbottom hätte genauso genauso gut der Auserwählte sein können.

Am Ende von „Die Tribute von Panem“ wird alles gut … zumindest wenn man Team Peeta ist. #

Dann kommen sie aus ihren Löchern gekrochen: die Spoilertrolle! Das sind böse kleine mit Haterkommentareschreibern verwandte Wesen, die durch das Internet wandeln und unter jede erdenkliche Information schreiben „SPOILER, EY!“ Wichtige Durchsage: Eine so alte duchgekaute Information zur Handlung ist kein – KEIN – Spoiler mehr. Es kann niemand was dafür, dass du die letzten Jahre ohne Internet in einer Hobbithöhle verbracht hast. 😉

Manche Spoilertrolle treiben dieses Spiel vielleicht ein wenig zu weit: Da wird auch das grobe Anreißen des Handlungsverlaufs oder die Andeutung einer romanischen Entwicklung zwischen zwei Figuren rasch zum „Spoiler“. Und ich bin mir sicher, dass irgendwo in den Tiefen des Internets auch ein Spoilertroll lauert, der das Geschlecht der Protagonisten oder den ersten Satz als Spoiler empfindet … dem empfehle ich dann wärmstens eine Augenbinde und geräuschunterdrückende Kopfhörer. ❤

Es gibt eben einfach Informatioen, die man nutzen muss, um potenzielle Leser über die(grobe) Handlung zu informieren und anzulocken. Es geht nicht ohne Infos über ein Buch, sonst müssten wir alle Bücher nur nach ihrem Einband beurteilen. Man muss eben die richtige Mischung finden.

In diesem Sinne, bleibt spoilerfrei!

unterschrift

 

 

 

 

 

9 Kommentare zu „Careful sweeties – Spoilers!

    1. Hallo Nicole 😀
      Deshalb bin ich auf die Vorpremiere des 7. Filmes gegangen. xD Ja, man muss einfach tierisch aufpassen. Den Film kann ich dir trotzdem empfehlen, er ist echt gut. Und vielleicht hat der Spoilerer dich ja belogen? 😉

      Viele Grüße,
      Bianca

  1. Hallo, Bianca.
    Ähm. Ähm. Ähm. Ähm….jaaa. Ich bin die Königin des Selbstspoilerns. Ich lese grundsätzlich gerne die letzte Seite zuerst und blättere zwischendurch auch gerne mal weiter, einfach so. Außerdem ist Wikipedia eine der meistbesuchten Seiten von mir, weil ich immer schaue, was genau bei einem Film passiert, damit ich weiß, ob es sich lohnt, ihn sich im Kino anzuschauen. Mir macht das gar nichts und es passiert mir nur ganz, ganz selten, dass ich ein Buch nicht mehr lesen oder einen Film nicht mehr sehen will, weil mir das Ende nicht zusagt.
    ABER: Ich will selbst entscheiden, ob ich mich spoilere. Ich achte auch immer penibel darauf, bei Rezensionen keine wichtigen Details oder Twists preiszugeben. So viel Rücksicht auf andere muss sein.
    LG, m
    PS. Die Sache mit Darth Vater hast du aus „Pitch Perfect“. Gib’s zu! 😀

    1. Hallöchen

      Ehrlich?! 😀 Ich könnte das nicht, aber meine Mutter zum Beispiel ließt bei ihrem Krimis immer zuerst, wer der Täter ist und ließt dann erst das Buch durch – damit sie ganz entspannt durch die Geschichte lesen kann und sich nicht den Kopf zerbrechen muss. Scheint so, als sei sie da nicht die einzige. 😉
      Ja, mir fällt es auch immer schwer, Rezensionen zu schreiben (deshalb dauert es auch immer EWIG). Ich möchte zum einen möglichst genaue Infos zum Buch vermitteln, damit die Leser wissen, ob ihnen das Buch gefallen könnte. Aber andererseits möchte ich nicht Spoilern, also mache ich allenfalls allgemeine Aussagen – es ist ein Drahtseilakt xD

      Grüße, Bianca

      PS: Der Darth Vader Witz ist schon sehr, sehr alt 😀 Den kannte ich schon vor Pitch Perfect 😉

  2. Hi Bianca,

    hm… eigentlich mag ich Spoilerei nicht. Das vermiest mit dann das ein oder andere Buch dann doch. Ich lese ja nicht mal den ganzen Klappentext *lach* Ich lese den nur an, wenn überhaupt. Aber wenn mal was gesponsert wird, werd ich nicht gleich zur Furie, nur vielleicht etwas beleidigt *lach*

    Super Artikel! Weiter so.

    Liebe Grüsse
    Alexandra

    1. Hallo Alexandra 😀

      Ich lasse mich auch nicht gerne Spoilern – aber es soll ja Leute geben, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen 😉 Bei mir ist das Problem, dass ich aber trotztdem gerne weiß, worum es in dem Buch geht und worauf ich mich einlasse – es ist einfach ein Matyrium, wir armen Lesesüchtigen xD

      Grüße,
      Bianca

  3. Ich gebe zu, ich bin auch jemand der zu erst die letzte Seite eines Buches ließt. Warum weiß ich auch nicht genau, wahrscheinlich aus dem Grund warum ich auch Zeitschriften und Zeitungen von Hinten nach Vorn lese 🙂
    Schon oft habe ich mir gesagt, du schaust jetzt nicht mehr auf die lezte Seite, da ich mir so schon manchmal den Lesegenuss verdorben habe, aber dann bin ich doch wieder neugierig und muss auf die letzte Seite linsen 🙂
    Ja bei Rezensionen ist es besonders schwer nicht zu spoilern, man möchte den Lesern ja nicht die Spannung nehmen und sie doch neugierig auf das Buch machen.
    Ich finde deinen Beitrag super geschrieben.
    Yannah von der kunterbunten Bücherlounge

  4. Hey!
    Ein schöner, informativer, spannender Artikel. Ich kann den Satz „Und wir alle hassen Spiler“ zwar nicht unterstreichen, da ich meistens erst das Ende lese. Ich wusste, die „Die Bestimmung“ ausgeht bevor ich die erste Seite von Band 3 gelesen hatte. Ein riesen Selbstspoiler, wenn man das denn so sehen will. Mich persönlich stört es überhaupt nicht, die Geschichte, die ich lesen will, schon zu kennen. Mir darfst du gerne das ganze Buch erzählen. Wenn ich finde, dass es sich gut anhört, dann lese ich es auch selbst nochmal. Aber, da ich weiß wie empfindliche andere leser sind, versuche ich, diese nicht zu spoilern. Manchmal ist das aber echt nicht einfach, denn einige sind einfach zu empfindlich. Wenn Harry Potter im Band 3 was Gefährliches macht und ich sage: Der überlebt natürlich, schließlich gibt es ja noch 5 weitere Bände“, dann ist das für mich kein Spoiler, sondern völlig logisch. Dafür muss ich Band 3 nichtmal gelesen haben um diese Aussage zu treffen.
    LG Yvonne

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