[Rezension] „Verity heißt Wahrheit“ von Jeannie Waudby

 

9783551520814

  • Titel: “Verity heißt Wahrheit“
  • Orginaltitel: „One of us“
  • AutorIn: Jeannie Waudby (Homepage der Autorin)
  • Genre: Dystopie/ Jugendthiller
  • Seitenstärke: 392 Seiten
  • Preis: 18,99 € [D] -> Kaufen

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

buchzitat.jpg„Ich wäre da ganz allein an der Schule“
„Du hast Recht.“ Oskar lächelt wieder warm. „Aber du wärst Teil des Kampfes gegen Angst und Chaos. Insgeheim wüsstest du, dass du eine von uns bist.“
[„Verity heißt Wahrheit“, Seite 45]
klappentext.jpgBrotherhood gegen Residents – eine Zeit, die von Misstrauen und Gewalt geprägt ist. Um dem endlich ein Ende zu setzen, nistet sich die 16-jährige K als Spionin bei der Brotherhood ein. Damit führt sie ein Doppelleben und muss sich als eine von ihnen ausgeben. Keine leichte Aufgabe. Schließlich wollen diese Radikalen eigentlich ihren Tod. Oder hat man sie belogen? Greg jedenfalls ist für sie kein kaltblütiger Killer, sondern viel mehr als das. Aus Wahrheiten werden Lügen, aus Gegnern Menschen. Und bald weiß K nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.

Zwei Seiten, Keine Wahl

inhalt.jpgK., die Protagonistin von „Verity heißt Wahrheit“, ist sechszehn Jahre alt, und lebt in einer getrennten Welt: auf der einen Seite stehen die Residents, auf der anderen die Brotherhood. K. selbst gehört den Residents an und hasst die Brotherhood aus tiefstem Herzen, denn ihre Eltern kamen bei einem Terroranschlag der Hoods ums Leben. Seitdem wuchs sie zuerst bei ihrer Großmutter und später in Kinderheimen auf.

Seit Jahren herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände zwischen den beiden Lagern, immer wieder kam es Terroranschlägen und Toten. Doch nun steht die sogenannte „Versöhnung“ an, ein Vertrag, der endlich den Frieden zwischen Residents und Brotherhood sicherstellen soll.

Doch dieser Frieden scheint auf Sand gebaut, denn eines Tages kommt K. um ein Haar bei einen Terroranschlag der Brotherhood ums Leben. Der mysteriöse Oskar rettet ihr das Leben und bietet ihr eine Möglichkeit an, wie sie ihren Teil zum Frieden für die Residents beitragen könnte. Ehe sie sich versieht gerät sie zwischen die Fronten eines Krieges, denn sie soll unter dem Decknamen Verity in einer Brotherhood-Schule spionieren und eine Terrorzelle ausheben … aber bald schon muss sie erkennen, dass die Welt sich nicht in schwarz und weiß teilen lässt.

meinung.pngAuf „Verity“ war ich sehr gespannt.
Die Geschichte wird aus Ks Sicht erzählt, trotzdem wirkt der Schreibstil gerade am Anfang etwas distanziert. Das nimmt auch die Spannung etwas, obwohl wirklich sehr nervenaufreibende Dinge passieren.

Sehr gut gefallen hat mir die Beschreibung der Zerrissenheit zwischen K. und Verity, es wirkte sehr realistisch und glaubhaft. Man merkt sehr gut, wie sie sich immer mehr in ihre Rolle als Brotherhood-Mädchen einfindet und feststellt, dass die Brotherhood gar nicht so böse ist, wie die Residents es ihr weiß machen wollen. Und der Plottwist ist einfach grandios, bis kurz vor seiner Auflösung hatte ich nicht die geringste Idee, dass DAS passieren würde – und sowas passiert nicht oft. 😉
Allgemein hat mir K./Verity als Figur gut gefallen, auch wenn sie etwas undurchsichtig ist. Sie stellte, gerade auch durch ihre Rolle als Spionin, eine spannende Figur da, deren Entwicklung in der Geschichte gut beschrieben ist.

Leider kamen die anderen Figuren und vor allem auch Ks beziehungsweise Veritys Beziehung zu ihnen sehr kurz, bis auf jeweils wenige Szenen mit Oskar (ihrem Retter), Greg (dem Jungen in den sie Verliebt ist) und Celestina (ihrer besten Freundin) gab es wenig ernsthafte zwischenmenschlichen Kontakte zwischen der Heldin und den anderen Figuren, mich hat daher ihre enge Bindung zu ihnen etwas irritiert.

Bedauerlicher Weise gab es auch ein paar Mängel oder Dinge, die mich persönlich gestört haben bezüglich des Schriftbilds im Allgemeinen. Zumindest in meiner Ausgabe gibt es noch einige grammatikalische Fehler und Unschönheiten, die den Lesefluss immer wieder ins Stocken brachten. Außerdem (und vielleicht bin ich der einzige Mensch auf der Welt, den sowas stört) fand ich es schrecklich unpraktisch, dass sie „Brotherhood“ und „Residents“ nicht übersetzt haben. Besonders über das Wort „Brotherhood“ bin ich immer wieder gestolpert, weil mitten in einem deutschen Satz dieses englische Wort stand. Irgendwie bringt sowas mein Hirn ins Stocken. xD

Grandios hingegen fand ich den Handlungsstrang, die Idee ist zeitgemäß und trifft schlicht und ergreifend die modernen Probleme unserer Gesellschaft.

fazit.jpgAuch wenn der Roman einige Schwächen aufweist, so konnte mich der Schwung, den die Geschichte in der zweiten Hälfte bekommt durchaus mitreißen.

dreiherzen

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Vielen Dank an den Chickenhouse-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! ❤

Unterschrift

Schaut mal hier vorbei und lest die Meinung anderer Blogger:

Anna Salvatore´s Bücherreich || Whatchareadin || Eine Buchliebhaberin

Ein Kommentar zu „[Rezension] „Verity heißt Wahrheit“ von Jeannie Waudby

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s