Lies es oder lass es …

Hallo ihr Lieben,

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe. Das hat unter anderem die üblichen Gründe. Die Realität will Aufmerksamkeit, ihr wisst ja, wie das so ist.

Allerdings ist da noch eine andere Sache, die mir schon eine Weile unter den Nägeln brennt. Lange habe ich mich davor gedrückt, diesen Artikel zu veröffentlichen. Denn er ist vielleicht recht kritisch. Mir selbst, aber auch anderen gegenüber. Es geht ums Lesen, an sich und im besonderen.Um unseren Umgang mit Büchern, mit dem (Lebens-)Werk von zahllosen Autoren und Autorinnen.

Wenn ihr euch den Artikel durchgelesen habt, dann wäre ich euch dankbar, wenn ihr mal ein Kommentar hinterlasst und mir eure Meinung zu diesem Thema mitteilt, denn es beschäftigt mich schon sehr lange und geht mir wirklich ziemlich nah …

Wir alle lieben das geschriebene Wort. Wir tauchen in völlig fremde Welten ab, finden zwischen den Buchstaben Freunde fürs Leben und manchmal auch uns selbst. Lesen ist grandios. Es ist mehr als das bloße Ansehen von etwas Geschriebenem und dem Erkennen des Inhalts, aber das wisst ihr ja alle.
Am liebsten würden wir jedes einzelne Buch lesen, jedes Abenteuer erleben und jede Welt entdecken. Und es gibt einige Leseratten, die es sich scheinbar wirklich zur Aufgabe gemacht haben, einen Roman nach dem anderen durchzulesen.Gerade als Buch-Blogger gibt es einen gewissen Druck. Immer muss das neuste Werk der angesagtesten Autoren gelesen sein, am besten schon vor der Veröffentlichung. Als bekannte Leseratte hat man jedes Buch zu kennen – und wenn man es mal nicht kennt, erntet man nicht selten einen verwunderten und verwirrten, Blick.

Doch ich frage mich: Ist das wirklich sinnvoll? Muss ich als passionierte Leserin wirklich 10 – 20 Bücher in der Woche gelesen haben? Muss ich sie alle kennen, die Autorinnen und Autoren meines Lieblingsgenres und am besten gleich per Du mit allen sein? Und ist es unverzeihlich, wenn ich diesen oder jenen Klassiker nicht gelesen habe. Natürlich sind das jetzt überspitzte Aussagen, aber sicher versteht ihr was ich meine. Viele Leseratten fressen die Bücher förmlich in sich hinein, und irgendwie erscheint mir das … falsch.

Nein. Schlimmer noch: Es ist sogar schrecklich! Jedes Buch verdient es, unser Lieblingsbuch zu werden. Wir sollten uns auf sie einlassen, vollkommen in sie eintauchen  und sie auf unseren Zungen zergehen zu lassen.Bücher sollten genossen und voll ausgekostet werden. Das verdienen sowohl wir als auch die Helden der Bücher – und nicht zuletzt auch die Autoren Autorinnen.

Aber wenn man jeden Tag ein neues Buch aufschlägt und das „alte“ zwischen seinen zahlreichen Brüdern und Schwestern im Regal verschwindet, was bleibt dann übrig?  Wir sind durch ein Abenteuer gerast, haben einen Marathon von Seite zu Seite hingelegt. Doch was behalten wir von der Geschichte? Was haben wir als Leser davon? Nicht viel. Die Geschichte hat kaum Zeit, auf uns zu wirken und eine ganze Welt, die Früchte von langer harter Schreiberarbeit sind ruck-zuck gepflückt und vernascht.

a-reader-lives-a-thousand-lives-before-he-dies-the-man-who-never-reads-lives-only-one-george-r-r-martinJa, natürlich gibt es immer wieder Geschichten, die wir verschlingen, weil wir nicht anders können. Aber muss das wirklich immer so sein? Müssen wir wirklich durch jeden Roman „durchrauschen“? Haben wir als Leser nicht auch den Auftrag (der Poet möchte sagen: Die heilige Plicht), ein buch zu genießen, es in vollen Zügen auszukosten, als wäre dieses fremde, aus Buchstaben gezauberte Leben unser eigenes? Wir brüsten uns damit viele Leben zu haben. Zahlreiche Bilder machen auf Facebook, Twitter und Co. die Runde.

Wenn wir schon mit unseren Romanhelden leben, mit ihnen Drachen töten, die Welt retten und dem bösen Antagonisten ein Schnippchen schlagen, dann, so finde ich, sollten wir es auch richtig machen. Wir sollten weniger lesen. Einige werden jetzt sich jetzt entsetzt auf die Lippe beißen und mich auf einen Scheiterhaufen werfen wollen. Doch wir sollten vielleicht tatsächlich weniger lesen. Dafür aber umso bewusster! Wer behauptet eine Leseratte zu sein und Bücher zu lieben, der sollte sie auch behandeln, als wären sie eine Geliebte oder ein Geliebter. Mit Achtung und Sorgfalt. Natürlich verlieben wir uns nicht in jedes Buch. Manche sind nicht unser Typ, um die Metapha beizubehalten.

Aber die Werke, die uns gefallen, die sollten wir vielleicht etwas besser behandeln. Sie nicht einfach in ein oder zwei Tagen verschlingen. Und wenn es viel zu spannend ist, um sich zu zügeln, dann sollten wir den Roman vielleicht nochmals lesen.

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Selbstredend spreche auch ich mich nicht von dieser Bücherfresserei los. Ja, ich war auch stolz darauf, ein Buch innerhalb von Stunden durchlesen zu können. Ich bin eben ein fixer und geübter Leser. Aber mal ehrlich: Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr habe ich mich über mich selbt geärgert. Es erschien mit unfair, einen Roman einfach so zu durchhasten, binnen weniger Tage 1000 Seiten in mich aufzunehmen und es dann vielleicht zu rezensieren um es anschließend ns Regal zu stecken und es als gelesen abstempeln zu können. Also hab ich mich daran gemacht, einige dieser „durchrauschten Bücher“ aus meinem Regal zu holen und sie mal ordentlich durchzulesen. Also brauchte ich zum Beispiel für Jennifer Benkaus „Mamorkuss“, dass ich beim ersten Mal in zwei Tagen durchgelesen hatte, eine Woche. Und sieh an. Ich entdeckte wundervolle Ecken, berührende Sätze und so viele Szenen, die mir beim ersten Lesen schlicht abhanden gekommen sein müssen.
Plötzlich hielt ich ein ganz anderes Buch in den Händen, als beim schnellen Durchlesen. Und ähnliche Erfahrungen habe ich auch bei ein paar anderen Roman gemacht. Ich entdeckte tiefgründige Taten, wundervolle Worte, Insiderwitze und sogar ein kleines Easter-Egg* zu einem ganz anderen Roman, nach kurzer Recherche stellte ich fest: Die beiden Autorinnen sind in der selben Schreibgruppe und wohl ziemlich dick befreundet.

Keinem von euch möchte ich vorwerfen ein „schlechter“ Leser zu sein, wenn ihr eure fünf und mehr Bücher in der Woche lest, doch Hand aufs Bücherwurmherz: Könnt ihr wirklich jedes Buch so genießen, wie der Autor und wie ihr es euch wünschtet? Wie der Roman es verdient hätte? Haben Geschichte und Figuen es nicht verdient, mehr zu sein, als nur ein kurzweiliges Vergnügen? Haben wir als Leser zuletzt nicht viel mehr davon, wenn wir ein Buch bewusst und aufmerksam in uns aufnehmen? Wir lieben das Lesen doch! Warum sollten wir durchhetzten, als wollten wir es schnell hinter uns bringen, anstatt es zu geniesen und in vollen Zügen auszukosten?

Ich für meinen Teil werde das nächste Buch, einfach mal mit mehr Bedacht lesen. Jeden Satz in mich aufnehmen, immer auf der Suche nach Tiefgründigem, Lustigem oder einfach nur nach dem, was diesen Roman für mich ausmachen könnte.
Ich möchte Bücher wieder geniesen, und zwar voll und ganz. Und ich kann jedem nur ans Herz legen, es wirklich mal auszuprobieren, denn mal ehrlich: Was bringen euch 1000 gelesene Bücher, wenn sie euch nichts lehren konnten oder euch nicht berührten?

In diesem Sinne,
Unterschrift

* Als Easter-Eggs werden in der Gaming-Szene versteckte Gags, spezielle Funktionen oder Ähnliches bezeichnet. Nur für die, die es nicht wissen. 😉

20 Kommentare zu „Lies es oder lass es …

  1. Liebe Bianca,
    das ist ein Thema, mit dem ich mich ebenfalls schon eine Weile auseinandersetze. Letzte Woche schrieb ich bereits auf Facebook und auf meinem neuen Blog, dass sich in meinem Kopf plötzlich ein Schalter umgelegt hat. Ich weiß nicht warum oder warum gerade letzte Wohche, aber es ist einfach so.
    Es fällt mir schwer, das Thema selbst anzusprechen, weil ich schon das Gefühl habe, andere Blogger zu beleidigen. Vielleicht gibt es solche rasante Leser, die das Buch trotzdem genießen können. Ich für meinen Teil bin das nicht.
    Oftmals habe ich mich geärgert, wenn ich im Monat nur zwei Bücher gelesen habe, während andere Blogger locker eine Null daran hängen konnten. Für mich ist es einfach nicht verständlich, wie man dieses rasante Lesetempo mit seinem Alltag vereinbaren kann.
    Natürlich gibt es Bücher, wie du es ansprichst, die so spannend und toll sind, dass man sie innerhalb von kurzer Zeit durchliest. Erst eben gerade habe ich ein Buch beendet, für das ich unter der Woche (!) „nur“ vier Tage gebraucht habe und das ist eigentlich schon schnell, da ich unter der Woche nicht so viel Zeit ins Lesen investieren kann. Will damit sagen, dass ich durch das Buch „gerast“ bin.
    Bei manchen Bücher hat es sich in der Vergangenheit überhaupt nicht ausgezahlt, dass ich diese jede freie Minute gelesen habe. Ein super Beispiel ist hier die „City of Bones“-Reihe. Alle fünf Bücher habe ich hintereinander verschlungen und für gut befunden. Heute, nicht einmal zwei Jahre später, kann ich mich an rein gar nichts mehr erinnern. Lediglich an die Anfangsszenen des ersten Buches, weil ich auch den Film gesehen habe.

    Auch ich habe vor, bewusster zu lesen und das gelingt mir in letzter Zeit ziemlich gut. Das ist auch der Grund, warum ich radikal meine Bücher aussortiert habe. Zwar habe ich schon manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir die vollen Tüten angucke, aber man muss nur seine Einstellung ändern. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Bücher nicht mehr oder nochmal lesen werde und warum sollte ich dann anderen keine Freude damit machen wollen? Nur damit man Hunderte von Büchern im Regal stehen hat, aber sich nicht einmal mehr an die Hälfte des Inhalts erinnert und sie einfach nur dastehen, hat für mich wirklich seinen Sinn verloren. Ich war schon sehr stolz auf meinen großen Berg Bücher, den ich ja auch toll auf meinem Blog präsentiert habe. Irgendwas ist letzte Woche passiert – aber mein Denken ist plötzlich anders geworden.

    Wenn ich in die Thalia-Buchhandlung gegangen bin, rannte ich direkt zur Jugendbuch-Ecke. Dort lagen alle Bücher, die ich schon so gut durch alle Buchblogger kannte, ohne sie selbst gelesen zu haben. Inzwischen „meide“ ich die Ecke bewusst, wenn ich die Buchhandlung betrete. Ich gehe erst in die Roman-Ecke. Dort findet man in letzter Zeit tollere Schätze, als ich es für möglich gehalten hätte. Soll nicht heißen, dass ich danach nicht auch noch in die Jugendbuch-Ecke gehe, aber die Romane reizen mich momentan mehr, als die Fantasy-Geschichten.

    Natürlich kann das alles jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich finde, dass du absolut recht hast. Ich arbeite jetzt beim Kauf von Büchern nicht mehr nur meine Wunschlisten ab, sondern entscheide mich bewusst bei einer Bestellung für 1-3 Bücher, oder stöbere einfach lieber in der Buchhandlung nach „Nicht-Wunschlisten-Büchern“. Inzwischen kommt mir mein SuB total lächerlich vor. Ich bin mir sicher, dass ich beim nächsten Ausmisten dort auch immer mehr Bücher finden werde, die ich einfach nicht mehr lesen möchte (und das ist jetzt nicht abwertend gegenüber dem Autor oder der Geschichte gemeint, man verändert sich einfach).

    Liebe Grüße,
    Dani <333

  2. Ich bin voll und ganz deiner Meinung. Durch die vielen Blogs wo die Leser 5 Bücher oder mehr pro Woche lesen habe ich mich immer angeschreckt gefühlt, ich bin verloren gegangen und habe mich mit meinem eigenen Blog nicht mehr identifiziert. Als ich dann angefangen habe mein Lesetempo zu genießen und doch nur 1-2 Bücher pro Monat zu lesen hat es mir dann wieder Spaß gemacht. Es gab auch bei mir immer wieder Bücher die ich an einem Tag durchgelesen habe. Wenn man mich aber heute nach diesem Buch frägt kann ich den Inhalt nicht ganz wiedergeben. Und bei Büchern die ich ein zweites mal lese, fällt mir immer und immer wieder was neues auf (besonderst wenn ich sie zu schnell gelesen habe), bei manchen stellt es sich sogar heraus das es eins meiner Lieblinge wird.
    Als ich dies bemerkte ging mein Blog gerade in die Pause und taucht hoffentlich bald wieder auf. Ich habe mir immer wieder Gedanken gemacht über Bücher und ihren Reiz auf mich und andere Leser. Habe auch versucht mich in die Autoren hineinzuversetzen. Fragen wie: Was hat er sich dabei gedacht? Oder warum hat er das so geschrieben? Wie lange hat der Autor für das Buch gebraucht es zu verfassen? Und wie viel Zeit würde ich mir als Autor wünschen das ein Leser mit meiner Geschichte verbringt?
    Nach diesen Fragen habe ich wieder angefangen bewusster zu lesen. Es ist wie eine Eier suche man findet, in schon gelesen Büchern Passagen die einem davor nie aufgefallen sind.

    Wie schon gesagt ich bin voll und ganz deiner Meinung. Ich finde es auch gut das du dich getraut hast es öffentlich anzusprechen.

  3. Hallo Bianca,
    ich möchte gar nicht viel sagen, nur eines: Ich stimme dir voll und ganz zu!
    Danke, dass ich den Beitrag im KäKuLa entdecken durfte 🙂
    (Übrigens finde ich dein Layout ganz zauberhaft :))

    Liebe Grüße
    Lulu

  4. Liebe Bianca,
    nein, man muss keine 5 Bücher in der Woche lesen, man muss auch nicht immer aktuell und am schnellsten sein. Ich habe den Eindruck, dass Blogger, die diesem Aktualitätswahn hinterher jagen, nicht verstanden haben, worum es eigentlich geht. Gerade Blogger sind doch diejenigen, die frei in ihrer Entscheidung sind, welche Bücher sie vorstellen, wie oft und wie schnell. Die Konkurrenz, die sich untereinander entwickelt, ist einfach nur peinlich.
    Wir vom Bücherstadt Kurier lassen uns von solchen Dingen nicht beeinflussen. Heute besprechen wir aktuelle Dinge, morgen werden es Klassiker sein. Wir können Mainstream vorstellen oder uns ganz unbekannten Büchern widmen. Und vor allem nach Lust und Laune und in unserem eigenen Tempo. Schließlich soll es auch weiterhin Spaß machen – und den sollte sich keiner verderben, nur weil Blogger XY meint, besonders schnell und aktuell sein zu müssen. Denn wie du schon selbst geschrieben hast: „Was bringen euch 1000 gelesene Bücher, wenn sie euch nichts lehren konnten oder euch nicht berührten?“ Dem kann ich nur zustimmen.
    Liebe Grüße
    Alexa

  5. Hi,
    schön hast du das geschrieben! Ich glaube, beim Bloggen über Bücher kommt es immer ein bisschen darauf an, was man selber für Ansprüche stellt. Manche konzentrieren sich auf ein gewisses Genre, manche wollen „Erfolg“ mit ihrem Blog haben, was quasi verlangt, das Neuste vom Neuen zu lesen, andere wiederum schreiben einfach nur zum Spaß und lesen das, was ihnen gerade in die Finger kommt.
    Natürlich will ich als Blogger mehr als ein Buch im Monat lesen, sodass ich mehr Inhalt auf meinem Blog präsentieren kann, gleichzeitig muss das Lesen mir aber immer noch Spaß machen. Wenn ich eine Zeit lang einfach keine Zeit zum Lesen habe, aus welchen Gründen auch immer, sollte ich mich nicht des Blogs wegen dazu zwingen, denn das fällt im Zweifelsfall negativ auf das Buch zurück.
    Wie viel manche Leute im Monat lesen, wurde letztens schon in einer Facebook-Gruppe diskutiert, weil manche locker 20 Bücher im Monat lesen, das aber alles aus Vergnügen tun und einfach die Zeit dazu finden. So lange man sich nicht allzu sehr selber unter Druck setzt, sollte man lesen, was man will und wieviel man will.
    LG Bücheraxt

  6. Hallöchen,

    ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe Phasen gehabt, in denen ich gefühlt 1000 Bücher in nullkommanix weggelesen habe. Aber kann ich mich noch an die erinnern? Nö. Und das tut mir für viele der Bücher inzwischen auch sehr leid.

    Bücher, die mich von Anfang an packen, lese ich mittlerweile wieder viel bewusster. Bei Büchern, die mich beim Lesen nicht ganz so ansprechen, erwische ich mich hingegen dann doch hin und wieder beim Durchrasen.

    Dass man als Buchblogger immer die aktuellsten Büchern lesen bzw. kennen muss (wie manchmal der Eindruck ist), finde ich ehrlich gesagt auch ziemlich dämlich. Klar freue auch ich mich, wenn ich mal ein Buch vor Erscheinen schon lesen darf, aber es gibt so viele tolle Bücher da draußen, aus denen ICH mir das aussuche, was ich lesen will und was nicht. Das Problem ist einfach die Fülle an Büchern, die man so gerne lesen möchte. Auf meinem SuB liegen zwar momentan nur 30 Bücher, aber ich habe seeeeehr viel auf meinem Kindle und gehe mindestens 1x pro Woche in die Bibliothek.

    Ich habe mittlerweile auch ein halbes Jahr nicht mehr gebloggt, was zum Teil wirklich daran lag, dass ich die Bücher so schnell gelesen habe, dass ich keine Rezension schreiben konnte, die mehr als 10 Sätze hat. Man möchte dem Buch ja auch gerecht werden und wenn man es nicht ordentlich gelesen hat, dann kann man das meiner Meinung nach nicht besonders gut. Auch stellte sich bei mir nach ein paar Büchern, die ich zügig hintereinander gelesen habe, schnell mal eine Leseunlust ein. Und das ist ja nun nicht wirklich Sinn der Sache. Ich hoffe, dass ich ganz bald wieder zum Bloggen komme und dass mir das Studium in diesem Semester auch mal ein bisschen Zeit dazu lässt 😉

    Ganz liebe Grüße
    Anika ♥

  7. Huhu,
    Ich glaube, dass es nicht unbedingt eine Rolle spielt wie schnell man ein Buch liest, man kann es so oder so sehr intensiv lesen und wenn ich ein Buch „schnell“ lese, dann erinnere ich mich oft viel besser an Geschehnisse als wenn ich eher langsam voran komme.
    Ich frage mich bei den Leuten die soviele Bücher lesen eher, ob sie nichts anderes zu tun haben. Lesen ist mein liebstes Hobby, aber ganz nebenbei muss ich arbeiten, habe Mann und Teeni-Tochter, möchte auch andere Hobbies pflegen und habe Freunde und Bekannte mit denen ich etwas mache. Ich könnte auch 10 Bücher pro Woche schaffen – ich will es aber gar nicht. 😉
    Liebe Grüße, Melanie

  8. Hey liebe Bianca, ist ja witzig, ich habe auch erst gestern einen ‚mir platzt jetzt der Kragen‘ – Post auf meinem Blog geschrieben und mir ging es genauso wie dir. Es waren Dinge, die mir schon so lange auf der Zunge gelegen und ich immer wieder runtergeschluckt habe… bis es einfach irgendwann nicht mehr geht.
    Den Punkt, denn du angesprochen hast, wollte ich eigentlich auch noch erwähnen, *mist* habe ich dann in meiner ganzen Aufregung vergessen, aber kann man wohl auch zu meinem Punkt 3 – „Schwanzvergleich“ zählen 😉
    Finde diese Entwicklung auch total komisch und kann es manchmal nicht ganz gut heißen.. obwohl ja jeder sein eigenes Lesetempo hat, aber dennoch bin ich nicht ganz davon überzeugt, dass jedes Buch so richtig auf jemanden wirken kann, wenn man gleichzeitig 10 Bücher angefangen hat oder innerhalb eines Tages liest… da hat es doch was, oder? 😉 Nur damit man dann in der Monatsstatistik mit den vielen gelesenen Büchern prahlen kann…
    Aber ich habe mich davon sowieso schon etwas distanziert und mache genau aus diesem Grund auch keine Statistiken mehr für das Monat. Ich lese einfach so viel und was mir gefällt und vergleiche mich nicht mehr. Es bringt nichts und wenn doch, dann nur Frust…
    Also ja, ich kann dich total gut verstehen!
    Alles Liebe *drücka*
    Tina

  9. Liebe Bianca!

    Ich bezeichne mich auch als Leseratte, nur ist es bei mir so, dass ich noch nie ein Buch in Rekordtempo durchgelesen habe. Also deine Bedenken kann ich überhaupt nicht teilen. Ich bin generell eine Langsamleserin, wenn man das so nennen kann. Denn ich lese höchstens 40 Seiten In der Stunde. Mehr schaffe ich auch gar nicht. Und ich lese immer bewusst, ich schreibe mir aus fast jedem Buch Zitate raus, sei es auch noch so spannend und fesselnd, dass ich dauernd weiterlesen möchte. Und ich setze mich spätestens, wenn ich eine Rezension dazu schreibe auch mit dem Autor und dem Buch im Gesamten auseinander. Das gehört für mich einfach dazu und habe ich immer schon automatisch gemacht, eben weil ich mich ja für alles, was Buch und Lesen betrifft, interessiere.
    Also für mich ist das Wahnsinn, wenn ich lese, dass jemand 5, 10, oder gar 20 Bücher in der Woche liest. Nein, das ist für mich sogar unvorstellbar. Ich lese im !Monat! durchschnittlich 5-6 Bücher und nicht in der Woche… Und bin sehr zufrieden damit.

    Lieben Gruß ♥,
    Janine

  10. Hey Bianca ♥,
    beim Durchlesen dacht ich mir so „Ne, da brauchst du dich nicht angesprochen zu fühlen“, aber nachdem ich es nun beendet habe, muss ich sagen, dass ich auf oftmals zu schnell lese. Zwar nicht um mehr Rezis oder eine bessere Statistik zu haben, sondern um einfach mehr Bücher gelesen und den SUB minimiert zu haben. Sich selbst Druck zu machen ist eig noch schlimmer, als sich wg anderen bzw. dem Image Druck zu machen.
    Ich kann es auch nicht verstehen, warum manche so extrem viel Bücher lesen (können). Es gibt einige (und bei manchen weiß ich, dass es wirklich so ist), die 100-120 Seiten in der Stunde lesen können, d h ja, sie lesen in einer halben Minute eine ganze Seite. Mir unverständlich. Ich zählte mich vor der Bloggerzeit zu den schnelleren Lesern… deshalb hab ich eine Zeit lang viel schneller gelesen als ich es normal tun würde, wodurch ich aber einige Sätze doppelt lesen musste.
    Ich lese, um mich mit der Protagonisten zu verlieben oder mit ihr die Welt zu retten und einfach aus meinem Alltag zu entfliehen und das kann man eben nur, wenn man sich ganz auf das Buch einlässt – und das tu ich nun auch wieder. Wenn ich dann mal 10 Bücher im Monat gelesen habe, freue ich mich, weil ich mehr Bücher genossen habe, als ich sonst schaffen würde, wenn ich weniger Zeit habe.
    lg. Tine =)
    PS: Schön, dass du wieder bloggst!

  11. Liebe Bianca,

    ich kann deine Einwände voll und ganz nachvollziehen und sehe das im Grunde auch so. Nur muss ich sagen, dass ich schon immer versuche, die Bücher die es „wert“ sind wirklich auszukosten und zu genießen. Wie du schon sagst, nicht jedes Buch ist mein Typ. Bücher, die mir nicht so zusagen werden es auch nicht tun wenn ich für sie 5 Wochen brauche – aber auch nicht wenn ich in 2 Tagen durchhetze. Ich lese wie ich lese, ob langsam oder schnell hängt bei mir von vielen Faktoren ab. Ich habe auch noch ein Privatleben und einen Job und da ist es mir sowieso unverständlich, wie es manche Blogger schaffen 20 Bücher im Monat zu lesen. Auch wenn ich mich null auf den Inhalt konzentriere und Absätze überspringen würde würde ich dieses Pensum NIE schaffen. Aber das will ich auch nicht, das war nie meine Intention.

    Ich gehe natürlich auch nicht an jedes Buch mit der selben Erwartungshaltung heran. Mag ich den Autor schon von anderen Büchern bin ich bestimmt euphorischer, lese es vielleicht auch schneller – oder eben unbewusst langsam. Bewusst mache ich sowas eigentlich nie und für mich funktioniert es auch so. Und wenn ich dann mal in einem Monat nur 2 Bücher gelesen habe ärgere ich mich auch sicher kurz darüber – und dann zucke ich mit der Schulter und denke mir „Ach was solls, dafür waren sie richtig gut!“.

    Ich finde jeder soll sein Tempo selbst bestimmen – aber ich bin absolut deiner Meinung wenn es darum geht dass man die Bücher einfach genießen sollte. Und wenn Person xy das im Eiltempo kann dann soll sie das bitte auch so machen. Das Lesevergnügen als solches sollte immer im Vordergrund bleiben und dann ist alles gut. Dann kommt die Liebe zum bloggen auch von ganz alleine, finde ich.

    Vielen Dank für dein Input und deinen Mut, solch ein Thema anzusprechen!

    Und natürlich wünsche ich dir weiterhin viel Spaß am Lesen und dass dich noch sehr viele wunderbare Bücher berühren werden 🙂

    Liebst,
    Johanna

  12. Hallo Bianca,
    zu Deinem Beitrag habe ich mir gerade einige Gedanken gemacht.
    Ich kann sehr gut verstehen, was Du meinst. Ich kenne den Druck noch so viele ungelesene Bücher im Regal zu haben und das schlechte Gewissen, weil ich mit der Rezension nicht pünktlich zum Erscheinungstermin dran bin. Erst in letzter Zeit habe ich mich ein wenig davon frei gemacht.
    Bewusstes Lesen, der Lektüre Raum zu geben, finde ich auch wichtig. Auch unter dem Aspekt den Autor zu würdigen. Ich vergleiche das mal mit einem selbstgekochten Essen: eine selbstgekochte Mahlzeit, die man teilweise über Stunden vorbereitet, genießt man in der Regel ja auch. Und das Essen geht trotzdem schneller als das Kochen. So ähnlich sehe ich das bei einem Buch auch. Das Schreiben kostet ungleich mehr Zeit als das Lesen. Also sollte man während dieser verhältnismäßig kurzen Zeitspanne auch aufmerksam sein und sich bewusst sein, was man liest.
    Jeder hat ja ein anderes Leseverhalten. Geprägt vom Alltag: Job, Familie, Freunde, andere Hobbys. Und auch geprägt natürlich von der eigenen Lesegeschwindigkeit. Ich gestehe auch mir sind Menschen etwas unheimlich, die dauerhaft mehrere Bücher pro Woche lesen. Mir stellt sich dann auch die Frage, werden die den Büchern gerecht?
    Andererseits: werde ich mit meiner Leseweise den Büchern denn gerecht? Ich lese eher häppchenweise: Morgens 20 Min. in der U-Bahn, Mittags 30 Min., auf dem Heimweg 20 Min. in der U-Bahn und im Bett nochmal zwischen 10 und 30 Min. Am Wochenende dann auch mal 1-2 Stunden am Stück. Die Ansicht, dass man da doch ständig den Faden verliert ist sicherlich nicht unberechtigt. Aber es hat sich so eingepegelt. Ob ich dadurch bewusster Lese weiß ich nicht. Bewusst lesen, hat meiner Meinung nach nicht unbedingt was mit der Lesegeschwindigkeit zu tun. Es kommt darauf an wie ich mich auf das Buch einlasse.
    In dieser Woche habe ich ausnahmsweise schon 2 Bücher gelesen. Sie regelrecht inhaliert, wie man so schön sagt. Ich fand es klasse mich mal so lange über mehrere Stunden in die Bücher und die Geschichten zu versenken. Das hat eine andere Dynamik als über mehrere Tage zu lesen. Ich kann das nicht immer machen, daher genieße ich diese Ausnahmen. Besonders bei sehr dicken Büchern.
    Und ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, nach Abschluss eines Buches nicht unmittelbar ein Neues zu beginnen. Frühestens am nächsten Tag wird ein neues Buch ausgewählt – weil ich schlicht nicht ohne Lektüre in der Bahn oder beim Mittagessen sitzen mag. Somit hat das Buch ein wenig Zeit zu sacken und ich kann mir den ein oder anderen Gedanken darüber machen.
    Im Übrigen glaube ich, egal wie bewusst man ein Buch liest – nimmt man es ein zweites Mal zu Hand, dann wird man immer neue Dinge entdecken. Sei es weil sie einem beim ersten Mal entgangen sind oder weil man sie einfach anders bewertet hat. Das hängt mit der Lebenssituation zusammen und den Erfahrungen die man sammelt.
    Liebe Grüße
    Sanne

  13. Hallo Bianca,
    ein interessanter Artikel. Über das Thema habe ich auf Facebook schon einige Diskussionen verfolgt und da gibt es ja sehr unterschiedliche Meinungen. Ich habe mir jetzt die anderen Kommentare nicht durchgelesen, aber ich bin ziemlich sicher, dass ich da jetzt was wiederholen werde.
    Ich würde nicht sagen, dass man Bücher weniger aufmerksam oder „liebevoll“ liest, nur weil man schneller fertig ist. Lese ich ein Buch innerhalb von zwei Tagen, ist alles viel präsenter, als wenn beispielsweise zwei Wochen von Anfang bis Ende vergehen und ich schon überlegen muss, wie das Buch überhaupt begonnen hat.
    Natürlich macht es aber ein Unterschied, wenn man absichtlich schnell liest und den Text quasi überfliegt. Ich lese immer gleich schnell und der Unterschied dabei ist nur, ob ich jetzt 15 Minuten am Tag lese oder 3 Stunden. Davon hängt es ja auch ab, wie schnell man mit einem Buch durch ist. Ich hatte schon Monate, in denen ich 13 Bücher gelesen habe, in letzter Zeit sind es eher 2-3 gewesen. Wenn man davon absieht, wie lange das teilweise her ist, gibt es bei mir aber keinen Unterschied, was das Erinnerungsvermögen angeht oder wie sehr ich die Bücher genossen habe.
    Solange man also den Text gleich aufmerksam liest, finde ich nicht, dass es kritisiert werden sollte, wenn man viele Bücher liest. Vor allem, wenn man das nicht nur aus dem Grund macht, dass man dann mit dieser Zahl „angeben“ kann.
    Liebe Grüße!

  14. Liebe Bianca,

    vielen Dank für diesen schönen Beitrag! Ich persönlich sehe das ähnlich wie Du – ähnlich soll heißen, dass ich Dir an sich voll zustimme, sich das bei mir aber in einer Art Mischform äußert. 🙂 Es gibt Bücher, vor allem solche, die mir sehr gut gefallen, die kann ich einfach nicht zu Seite legen. Bin ich gezwungen, das Lesen für Uni, Alltag oder Arbeit zu unterbrechen, sitze ich wie auf glühenden Kohlen, zermartere mir den Kopf und kann an nichts anderes denken, als daran, wie die Geschichte weiter gehen könnte. Dementsprechend muss ich mich wohl (aber jeweils buchabhängig) als „Raser“ bezeichnen. Das ist für mich aber völlig legitim, DENN: Ich lese jedes Buch, dass in meinem Regal steht, etliche Male. Ohne, dass ich mich dazu zwingen muss, sondern, weil ich Lust dazu habe. Dazu kommt mein Spleen, dass ich, wenn ein neuer Teil einer Reihe heraus kommt, grundsätzlich noch einmal alle vorherigen Teile lese. Um ein Beispiel zu nennen: Eines meiner Lieblingsbücher habe ich bereits 39 Mal gelesen. Ich habe sogar ein kleines Post-It im Deckel kleben, auf dem ich eine Strichliste führe. Nicht, weil ich mir damit etwas beweisen will, sondern weil es mich interessiert hat, zu sehen, wie oft ich das Buch tatsächlich zur Hand nehme. Und trotz der Tatsache, dass ich die Geschichte im Grunde genommen bereits selbst aus dem Gedächtnis niederschreiben könnte, heule ich jedes Mal wieder wie ein Schlosshund, wenn mein Lieblingscharakter der Buches stirbt. Oder halte geschockt den Atem an, wenn etwas bestimmtes passiert. Und so geht es mir eigentlich bei all meinen Lieblingen. Ich kann es auch immer nicht so recht nachvollziehen, wenn Leute sagen, sie würden ein Buch niemals noch einmal lesen. Warum nicht? Wenn ich mich in eine Geschichte verliebt habe, dann behalte ich sie doch im Herzen und will sie irgendwann wieder treffen! Meine beste Freundin schicke ich doch auch nicht nach Hause und sehe sie dann niemals wieder. Und ich freue mich natürlich, wenn neue, tolle Geschichten veröffentlicht werden und bin oft Feuer und Flamme, die neusten Geschichten zu lesen. Aber ich bin immer wieder geschockt, wenn ich auf anderen Blogs lese, dass 30 Bücher in einem Monat gelesen wurden, und gleichzeitig 20 neue/neuste eingezogen sind. Das halte ich für übertrieben und gleichzeitig stelle ich mir Fragen über Lagerhaltung, Finanzierung und Alltag der betreffenden Personen. (Arbeiten die auch? Können sie bei der Leseleistung eigentlich nicht. Ohne Arbeit könnten sie die neuen Bücher ja aber auch nicht bezahlen. Essen die Leute eigentlich auch was?)

    Von daher ziehe ich Resümee: Ich kann mich nicht zügeln, wenn ich einem Buch verfallen bin, und ja, ich atme regelmäßig Bücher ein und kaufe, wenn es die Finanzen zulassen, auch mal neue oder neuste Bücher. Aber ich würde es nie über’s Herz bringen, meine Bücher nach dem ersten Lesen unbeachtet im Regal verstaubten. Um es mit Papas nüchternen Unternehmer-Worten zu sagen: Was bringt mir Kapital, wenn ich nicht damit arbeite?

    In diesem Sinne noch einmal vielen Dank für Deinen schönen Artikel und viel Spaß beim ReRead Deiner Schätze! 🙂

    Liebe Grüße
    Jule

  15. Ich glaube es wurde eigentlich schon alles gesagt, was es zu sagen gab :)!

    Nur so viel: In deinem Artikel steckt so viel Wahres! Vielen Dank, dass du deine Gedanken mit uns geteilt hast ;). Lieber ein Buch bewusst lesen, als 10 unbewusst. Lesen, des lesens wegen.

    Liebste Grüße
    Conny 🙂

  16. Liebe Bianca, erst einmal ist es schön wieder etwas von dir zu lesen. Ich muss aber eingestehen ich verfolge nur einen Blog und das ist deiner. Ich lese sehr langsam, da ich in die Geschichte eintauchen möchte. Deswegen komme ich in der Woche nicht über 1 – 2 Bücher hinaus, aber ich kann mich an alle Geschichten erinnern. Es passiert mir auch das ich eine Geschichte fertig gelesen habe und noch nicht bereit bin einen neue zu beginnen. Deshalb kann ich deinen Artikel nur zustimmen und freue mich wieder etwas von Dir zu hören. Auch möchte ich Dir sagen, es ist schön in andere Welten und Geschichten einzutauchen und darüber zu schreiben und zu diskutieren, doch auch du hast auch ein Privatleben.

    Liebe Grüße

    Michael

    1. Lieber Michael 😀

      Erst einmal ist es mir eine große Ehre, dein einziger Blog zu sein. Es freut mich sehr, dass du meinem Urteil so sehr vertraust und meine Albernheiten hier erträgst und vor allem, dass du mir schon so lange die Treue hälst.
      Ja, es war viel los und die Motivation zu bloggen war mir abhanden gekommen. Aber jetzt ist sie wieder voll da, wie man sieht 🙂

      Liebe Grüße,
      Bianca

  17. Liebe Bianca.
    Als ich deine oberen Worte saß bekam ich eine kleine Gänsehaut.
    Deine Worte sind so ehrlich & wir sollten sie uns alle zu Herzen nehmen. Die Metapher mit der Beziehung, bzw. der großen Liebe (ich nenne es jetzt einfach mal so) ist so passend. In einer Beziehung möchte man ja auch nicht schnell heiraten, schnell Kinder kriegen um sich dann wieder scheiden zu können (im besten Falle zumindest).
    Ich selbst kann dazu nicht viel sagen. Ich lese sehr langsam, genau weil ich es auch so sehe wie du. Ein Autor schreibt Wochen, Monate oder auch Jahre an einem Buch & wenn man das Buch einfach nur liest, um es gelesen zu haben, dann würdigt das nicht seiner Arbeit. Natürlich gibt es Bücher die einen fesseln, die man schnell durchliest, einfach weil sie spannend sind & man sie nicht aus der Hand nehmen kann, andere Bücher passen nicht zu dem Geschmack des Lesers & man liest sie schnell durch, einfach weil man es durch haben möchte. Aber ist das sinnvoll? Vielleicht würde einem das Buch ja viel mehr gefallen, wenn man sich Zeit ließe, wenn man – wie du sagtest – jede Seite, jeden Satz in sich aufnimmt, darüber nachdenkt & es aus der Sicht des Autors sieht.
    Im Prinzip muss jeder selbst wissen, wie schnell/langsam er ein Buch liest. Es gibt sicher auch Menschen, die schnell lesen & trotzdem genug ‚Mühe‘ investieren. Ich kann das nicht.

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr & danke für deine Worte. Sie bringen einen zum Nachdenken & das gefällt mir 🙂

    Liebe Grüße
    Becky

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