[Autoreninterview] Mit Aileen P.Roberts

Hallo, liebe Leseratten & Bücherwürmer!

Heute darf ich euch etwas ganz besonderes vorstellen. Ein weiteres Autoreninterview. Dieses Mal mit Aileen P. Roberts, sie ist unter anderem die Autorin der Weltennebel-Trilogie, der Dilogie um „Thondras Kinder“ und „Der Feenturm“.
Ich hab schon einige ihrer Bücher gelesen und bin ein großer Fan von ihr. Umso mehr freue ich mich, jetzt ein Interviw mit ihr präsentieren zu dürfen.

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  • Wer ist Aileen P. Roberts? Stell dich bitte kurz vor und nenne eine einmalige Eigenschaft von dir.
    Aileen P. Roberts heißt eigentlich Claudia Lössl, ist 39 und schreibt seit ca. 8 Jahren Fantasyromane, aber auch historische und Jugendromane.
    Einmalige Eigenschaft: Ich bin einmalig 🙂 – so wie jeder von uns! Letztendlich sind wir doch alle einmalig, eine Summe unserer Erfahrungen, Einstellungen, Spleens und Überzeugungen.
  • Gibt es eine besondere Erinnerung, die du mit einem deiner Bücher verbindest und die du mit uns teilen möchtest?
    Der Feenturm war ein ungeplantes Buch. Ich war zu Recherchezwecken für ein anderes Buch in Schottland und da sind wir endlich mal einem Wegweiser gefolgt, auf dem „Glenelg Brochs“ stand. Schon öfters hatte ich mir vorgenommen, diese alten Türme aus der Piktenzeit anzuschauen. Und als ich dann vor Dun Telve stand, ist mir plötzlich die Geschichte der Piktenkriegerin Rionach und Dana, einer jungen Frau unserer Zeit eingefallen, deren Schicksal miteinander verknüpft ist.
  • Wer ließt deine Geschichten als erstes?
    In der Regel mein Mann, dann habe ich noch ein paar andere Testleser bis das Buch ins Lektorat geht.
  • Was tust du immer, bevor du anfängst eine Geschichte zu schreiben? Oder legst du einfach drauf los?
    Zuerst lege ich mir eine Liste der wichtigsten Figuren an. Ihr Aussehen, grobe Charakterzüge etc. die mit der Zeit ausgebaut wird und zu der natürlich immer neue Figuren, Eigenschaften und Länder hinzukommen. Bei Fantasybüchern zeichne ich meist eine Karte.
  • Wie kommst du auf die Ideen für Figuren, Handlungen oder Unterhaltungen?
    Das ist unterschiedlich. Die Figuren entstehen meist sehr schnell, wenn ich eine Grundhandlung habe, oder die Figur war zuerst da und die Geschichte entsteht außen herum. Handlungen ergeben sich im Laufe der Geschichte, und – das Leben schreibt die besten Geschichten, wie man so schön sagt. Eine ganze Reihe an realen Figuren oder Erlebnissen sind in meinen Büchern zu finden – und gar nicht so selten sind es welche, von denen vermutlich der eine oder andere sagen würde: wer denkt sich den so was aus. 🙂
  • Bist du ehr Kaffeetrinker oder gehörst du zu den Teetrinkern?
    Beides. Am liebsten mag ich früh eine Tasse Tee, danach einen schönen Cappuccino – und dann los schreiben.
  • Schreibblockade! Hast du damit schon Erfahrungen gemacht? Was tust du dagegen?
    Meine Schreibblockade heißt Mara, ist mittlerweile 2,5 Jahre alt – und „gegen“ sie kann man eigentlich nichts anderes tun als sie hin und wieder zur Tagesmutter oder zur Oma zu geben 🙂
    Und die „klassische Schreibblockade“:
    Natürlich hängt man immer wieder an bestimmten Stellen fest, aber wenn man sich nicht verrückt macht, vielleicht mal ein paar Tage nicht schreibt, dann flutscht es meist wie von selbst.
  • Wenn man dich in deiner Kindheit nach deinem Traumberuf gefragt hat …
    Je nach Alter hat das irgendwo im Bereich: Trapper, Kanadische Holzfällerin, Reitlehrer oder Pferdewirt gelegen. Wirklich konkrete Berufswünsche hatte ich damals aber nicht. Und zumindest Reittherapeutin bin ich ja geworden. Aufs Schreiben kam ich erst sehr viel später!
  • Welche Figur aus deinen Büchern hättest du gern als beste Freundin/ als besten Freund?
    Das ist sehr schwierig, denn ich mag alle meine Figuren auf ihre Art und hätte sehr viele von ihnen gern als Freund/Freundin.
    Aber wenn ich mich entscheiden muss, würde ich wohl Leána nehmen. Sie entdeckt nämlich immer wieder magische Pfade, die von einem Ort zum anderen führen, und für mich wäre es einer meiner größten Wünsche einen solchen Pfad zu finden, der von Schottland nach Deutschland und umgekehrt führt. Ich habe nämlich Flugangst und mit Schiffen kann ich mich auch nicht so recht anfreunden.
  • Fällt es dir schwerer ein Buch zu beginnen oder zu beenden?
    Ich glaube, das Beenden fällt mir schwerer. Ich lebe ja über eine lange Zeit mit meinen Figuren, sie wachsen mir ans Herz und am Ende muss man sie gehen lassen. Das ist beinahe so wie einen Freund zurückzulassen.
  • Welcher Ort, den sie du in ihren deinen Büchern beschreibenbeschreibst, gefällt dir am besten und warum?
    Auch hier ist es schwer, mich zu entscheiden. Ich hatte ja vorhin „Der Feenturm“ und den alten Broch aus der Keltenzeit erwähnt. Das ist mit Sicherheit einer meiner Lieblingsorte, und ich finde, man kann das Mystische und die Geschichte in diesem Tal richtig spüren.
    Auch den Steinkreis Balnuaran of Clava mit den vielen alten Grabstätten aus „Weltennebel“ finde ich faszinierend.
  • Was macht dir besonders Spaß, am Autorenleben und was nervt manchmal vielleicht ein bisschen?
    Ich liebe es, immer neue Welten, Geschichten und Figuren zu erfinden. Es ist niemals das Gleiche oder Routine. Außerdem freue ich mich immer sehr über Emails oder Facebooknachrichten von Lesern. Auch Leserunden und Lesungen mache ich sehr gerne. Da hat man einfach den direkten Kontakt zum Leser und bekommt mit was ihnen gefällt und was nicht.
    Was nervt? Ich schreibe sehr ungern Exposés, aber das ist jetzt nicht soo dramatisch. Was richtig nervt sind die vielen illegalen Downloadportale, die uns Autoren letztendlich um unser Einkommen bringen. Niemand würde auf Idee kommen, seinen Kaffee nicht zu bezahlen …
  • Welches Buch hat dich besonders beeindruckt oder geprägt? Inwiefern?
    Ronja Räubertochter habe ich als Kind sehr geliebt, weil das mal ein Mädchen gewesen wäre, mit dem ich mich gut verstanden hätte (
    Die Welt des Drachenbeinthrons hat mich im Bereich der Fantasy fasziniert und natürlich Herr der Ringe, der Klassiker unter den Fantasyromanen. Es gibt natürlich noch sehr viel mehr Bücher, und letztendlich prägen sie einen alle, weil zumindest ich nur das schreibe, was ich selbst gerne lesen würde.
  • Welche Frage würdest du dir selbst in einem Interview stellen und wie würdest du sie beantworten?
    Schwierig! Vielleicht: Wünschst du dir, dass eines deiner Bücher verfilmt wird?
    Antwort: Ja, sofern es gut verfilmt wird, so wie Herr der Ringe z.B. und ich mitentscheiden kann, welche Schauspieler engagiert werden und der Inhalt weitgehend so bleibt wie er auch im Buch ist.
  • Kannst du uns abschließend vielleicht noch etwas über eine Figur verraten, das du weißt aber das nicht in den Büchern auftaucht?
    Kayne aus „Weltenmagie – Der letzte Drache“ hat sich früher immer gewünscht, Leána wäre nicht seine Schwester, hat das aber bis heute nicht ausgesprochen, auch weil er Darian durchaus gerne als Vater gehabt hätte.

Unterschrift

 

 

 

 

Mehr Infos zu den genannten Büchern und der Autorin:
Homepage von Aileen P. Roberts
„Feenturm“
„Weltennebel“
„Weltenmagie – Der letzte Drache“ (Erscheint Mitte September 2014)

2 Kommentare zu „[Autoreninterview] Mit Aileen P.Roberts

  1. Sie hat einen guten „Guten-Morgen“-Rythmus^^ Erst Tee…dann Cappu…das mache ich so gern 🙂 Schönes Interview…ich hab immer bissle Angst davor eines zu führen, weil mir einfach keine Fragen einfallen wollen^^

    LG Eva

  2. Hey,

    schönes Interview mit Aileen! Wir veranstalten demnächst eine Blogtour mit „Weltenmagie – Der letzte Drache“, das ist ein lustiger Zufall. Dort wird auch ein Interview auftauchen, du hast die Messlatte jetzt hoch gelegt 😉

    Liebe Grüße
    Yasmin

    ‪#‎BloKoDe14

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