Reihen und ihre Cover: So eine Sache …

Hallöchen zusammen,

Für den durchschnittlichen Vielleser, ist es immer ein befriedigender Anblick, wenn eine Reihe beendet und ausgelesen ist. Da stehen sie, alle Bücher einer Welt, hübsch in Reih und Glied. Eine ganze Welt, eine Reise auf vielen hundert, manchmal sogar tausend Seiten. Jedes für sich, verbinden wir mit zahlreichen schönen Lesestunden, doch erst zusammen haben sie uns so viel geschenkt: neue Freunde, neue Erkenntnisse, Abenteuer, Romantik, Spannung und Entspannung. Und nun stehen die Schmöker alle beisammen in unserem Regal, bereit uns für immer und ewig daran zu erinnern, wie wir sie zum ersten Mal verschlangen.
Nicht selten bedecken Bücher den Großteil der Wände einer gemeinen Leseratte, und nicht selten kommt es vor, dass Bücher somit gleichzeitig Genuss und Dekoration darstellen.

Doch dann passiert das große Unglück, dass sich der Coverstil einer Reihe im Verlauf einer solchen Reihe verändert … und das ist dann dem inneren Perfektionisten nicht selten ein Dorn im Auge. Einige Beispiele habe ich hier mal aufgeführt.

Mir geht es so, dass es mich richtig nervt, wenn die Bücher einer Reihe neben einander nicht aussehen, als gehörten sie zusammen. Darüber könnte ich mich wirklich stundenlang aufregen. Meine Regale sind mein ganzer Stolz und werden sorgsam gepflegt und in Ordnung gehalten. Solche „kleinen“ Schönheitsfehler finde ich echt schrecklich – in dieser Hinsicht bin ich dann echt ziemlich neurotisch! (Übrgens gilt das bei mir auch für das Mischen von Hardcovern und Taschenbüchern innerhalb einer Reihe. Da zahle ich lieber mehr für die HCs, oder warte geduldig, bis die ganze Reihe im Taschenbuchformat erscheint, ehe ich sie mir „halb und halb“ ins Regal stelle)

Die Gründe für solche Veränderungen sind verschieden. Zum Beispiel können schlechte Verkaufszahlen, schlechte Kritiken am Cover oder Meinungsverschiedenheiten mit den Covergestaltern dafür sorgen, das wir uns dann mit dem Coverproblem rumschlagen.

Was tun? Manchmal bieten die Verlage Alternativen, wie zum Beispiel Schutzumschläge zum ausdrucken oder bestellen. Falls nicht, kann man das Buch mit dem Cover vorran ins Regal stellen – das kostet allerdings mehr Platz – oder man bastelt sich selbst Buchrücken – dafür muss man allerdings ein gewisses Händchen im Umgang mit Bildbearbeitsprogrammen wie Gimp und Co. haben.

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Ein klassisches Beispiel für einen oben erwähnten Stilwechsel sind die „Chroniken der Schattenjäger“ von Cassandra Clare: Während Band 1 und 2 sich in ihrem Blogkleid sehr an den Covern der „Chroniken der Schattenjäger“ erinnert, bricht der Arena-Verlag diese stilistische Tradition mit dem Cover des dritten Teils. Weg vom Steampunk-Design, und musste dem (mittlerweile) für Jugendbücher üblichen Potrait weichen.

Unbenannt3.2

c3Das „zerstört“ nicht nur die „Schattenjäger“-Trilogie, sondern zieht auch das Gesammtbild der Cassandra-Clare-Bücher runter.

Zum Glück für alle Leseratten, welche die Reihe bereits vor dem Coverwechsel zu lesen begannen, konnte man beim Arena-Verlag einen der limitierten Schutzumschläge im alten Stil bestellen. Ich habe das auch gemacht, damit meine Reihe schön im Regal ausschaut.

Unbenannt2.2c2Ich muss an dieser Stelle nochmals sagen, dass ich die alten Buchkleider viel, viel schöner finde als die Neuen. Irgendwie passen sie nicht zu dem Inhalt der Geschichte und mal ehrlich: Die Menschen auf den Covern, wer sind die? Doch nie im Leben Will, Jem und Tessa! Das Mädchen auf „Clockwork Princess“ ist doch entscheidend jünger, als die in den Büchern siebzehnjähre Tessa.Unbenannt1.2c1

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Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist HölleplaplaEine Veränderung nicht zum letzen Band, sondern direkt nach dem ersten Band erlebt die Riley-Blackthorne-Reihe von Jana Oliver. Dieser Cover-Wechsel entstand im Zusammenhang mit einer Aktion des Fischer-Verlags. Hier konnten die Fans sich als Model für das Cover von Band zwei bewerben, und die Fans waren es, die für ihre Favoritin stimmen konnten.

Jana Oliver Bücher_ Die DämonenfängerinBeide Buchkleider sind sehr hübsch, und die Idee mit der Aktion ist wirklich grandios.  Auch hier gab es die Möglichkeit, das Cover von Band 1 zu erhalten. Darauf habe ich allerdings verzichtet, da man das Cover jediglich ausdrucken konnte. Das sah mir irgendwie zu „plump“ aus (Mein Drucker ist nicht so der Hammer).
Wer aber einen besseren Drucker hat, kann sich hier das Cover runterladen und ausdrucken: *klick*

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Reckless 1Reckless 2bupZu guter Letzt noch meine absolute Lieblingsreihe. Die Rede ist von den „Reckless“-Büchern von Cornelia Funke. Nach Band eins und zwei erscheint nun im Oktober der dritte von fünf Bänden, und zwar in völlig neuem Gewand. Während die beiden Vorgänger dunkel und mit dem Spiegel auf dem Cover daher kamen, befinden wir uns nicht mehr vor dem magischen Spiegel – sondern mitten in der magischen Spiegelwelt!Hier gefällt mir Band 1 nicht so gut, Band zwei ist ganz hübsch und der dritte Teil ist ja einfach wundervoll!

Das neue Cover ist wunderschön und ich hoffe, dass wir vom Dressler-Verlag auch hier die Möglichkeit bekommen, die Schutzumschläge in ähnlichem Stil zu ergattern. Leider ist es nämlich so, dass Band drei so gar nicht zu seinen Vorgängern passt.

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Wie findet ihr Coverwechsel? Kennt ihr vielleicht auch noch andere Beispiele? Welche Covers gefallen euch besonders gut, welche findet ihr schrecklich und was macht ihr in so einer Situation?

Ich freue mich über Kommentare,

Unterschrift

13 Kommentare zu „Reihen und ihre Cover: So eine Sache …

  1. Ich bin zwar auch eine absolute Leseratte aber über Buchcover hab ich mir ehrlich gesagt noch nicht so viele Gedanken gemacht. Ich mische im übrigen auch Hardcover mit Taschenbuch 😀
    Das werden so Bookaholics wie du sicher furchtbar finden *hihi* Mir gehts da eher um den Inhalt…. Und vorallem bin ich viel zu ungeduldig was warten auf einen Buchband betrifft :O 😀
    Aber ich finds auch schöner wenn die Teile zueinander passen!! 🙂

  2. Hey
    ich finds auch immer wieder schrecklich. Von den 3 Reihen, lese ich aber nur die Dämonenfängerin. Bei „Die Auslese“ ist es übrigens auch so. Teil 1 erscheint als TB im neuen Gewand und das 2. HC so ähnlich.
    Bei Chroniken der Schattenjäger wars ja tatsächlich so, dass die Bücher sich nicht verkauften, wie erwartet, auch weils in der USA ein Beststeller war und dann hat man eben wieder auf das typische Gesicht auf dem Cover zurückgegriffen (wurde mir auf dem Bloggerworkshop vom Arena-Verlag erklärt). Müssten halt alle Menschen so einen Cover-Geschmack wie wir Blogger haben, dann hätten wir das Problem nicht. 😀

    lg. Tine =)

  3. Eigentlich habe ich mir vorm Bloggen nie Gedanken darüber gemacht. Meine absolute Lieblingsreihe „Vampire Academy“ ist sogar ein absolutes Mischwerk in meinem Regal: Deutsch/Englisch + HC/TB 😀 Und bei den englischen Büchern sogar nochmal unterschiedliche Ausgaben 😀
    Was mich seit dem Bloggen nur manchmal aufregt, sind englische Bücher… Innerhalb eines Verlages gibt es verschiedene Auflagen und da sind die Bücher alle unterschiedlich groß!!! >.< Selbst wenn ich den Fortsetzungsband vom selben Verlag kaufe, ist das Buch auf einmal kleiner oder größer… Beispielsweise habe ich die "Legend"-Trilogie in meinem Regal – "Champion", der dritte Band, ist auf einmal megariesig! Aaaaah 😀
    Ein kleiner Makel ist es im Regal schon, wenn die Bücher anders aussehen, obwohl sie zusammengehören, aber bei mir ist so ein Durcheinander, dass es nicht so schlimm ist 😀

  4. Mir sind Cover total wichtig. Und wenn mittendrin in einer Reihe das Design oder gar das Buchformat geändert wird, könnte ich mich immer grün und blau ärgern.

    Die Cover der Infernal Devices sind ja grauenhaft bei den neuen deutschen Ausgaben. Wieso wurden nicht die englischen Übernommen? Die waren einer der Gründe, warum ich überhaupt zu der Serie gegriffen hatte 😉 Aber nee, das sind garantiert nicht Will, Jem und Tessa ._.

  5. Hallo Bianca,

    Ich kann dich vollkommen verstehen! Dieser Coverwechsel macht mich wahnsinnig. Die Chroniken der Schattenjäger waren umso vieles schöner als die neuen Cover. Pfui … aber ich hatte auch das Glück, dass ich einen Schutzumschlag bekommen habe 🙂

    Bei der Riley-Blackthorne-Reihe war ich überrascht, aber die Aktion fand ich auch klasse. Jetzt hab ich aber Band1 im alten Cover und keine Lust die anderen zu holen. Vielleicht kauf ich mir alle mal als Taschenbuch 🙂 Das mit dem Drucker kenn ich … und ich habe keinen A3 Drucker.

    Bei Reckless kann ich nicht viel sagen, nur dass mir Band 3 vom Cover her einfach am Besten gefällt. Vielleicht ändern Sie die ersten beiden ja auch noch 🙂 Man weiß nie.

    Mh … weitere Beispiele … mir fällt noch Mein Sommer nebenan ein. Es ist zwar keine Reihe aber da war auch ein Coverwechsel. Die J. D. Robb Reihe hat auch neue Cover bekommen soweit ich weiß 🙂

    Liebe Grüße
    Franzi

  6. Hi Bianca.
    Ich habe auch die ein oder andere Bücherreihe in meinem heimischen Regal stehen. Aber um ehrlich zu sein, habe ich mir über wechselnde Cover bisher noch gar keine so großen Gedanken gemacht. Und obwohl es mich – gerade bei meinen Elizabeth-George-Büchern und bei der Erik-Winter-Reihe von Ake Edwardson – etwas stört, dass da Taschenbücher neben Hardcovern stehen, ist es mir inzwischen wichtiger, dass ich das Buch schnell nach Erscheinen bekomme. In der Regel kommt ja erst das HC und erst später die günstigere TB-Ausgabe.
    Als ich mir die Bücher vom Munde absparen musste (und damals habe ich E. George für mich entdeckt), habe ich grundsätzlich eher nach Taschenbüchern gegriffen und nur bei ganz wenigen Ausnahmen, die Hardcover-Version erstanden. Inzwischen nehme ich was gerade erscheint und als Rezensionsexemplar verfügbar ist.
    Wenn ich geistig so mein Bücherregal abschwenke, dann stechen mir von der Covergestaltung hauptsächlich meine Fantasy-Reihen ins imaginäre Auge: Die Peter-Grant-Reihe von Ben Aaronovitch, Jasper Fforde mit seiner Thursday-Next-Reihe und Charlaine Harris mit der Sookie-Stackhouse-Reihe. Bei den dreien passt optisch zum Einen die Buchgröße (alles TB) und zum Anderen auch die Gestaltung. Will heissen, sie sind jeweils als Buchreihen klar zu erkennen. Und ja, das macht schon was her. Ich gebe es zu.
    Vielleicht schaffe ich es auch noch irgendwann, mir eine richtige Bibliothek einzurichten, damit gerade die langjährigen Reihen von Elisabeth George, Charlotte Link, Minette Walters und Martha Grimes jeweils in ein durchgehendes Regal passen. Ohne störendes und unterbrechendes Seitenteil. Und dann hab ich vielleicht auch das Geld, die Bücher als HC zu beschaffen, die ich jetzt nur als TB habe. 😉
    Viele Grüße
    sanne

  7. So genau habe ich das noch nie betrachtet. 🙂
    MIr ist nur einmal bei meiner Lieblingsbuchreihe (Wächter-Reihe von Sergej Lukianenko) vom Heyne-Verlag aufgefallen, dass das Cover-Design (Schwarz mit Krähen darauf und Silberschrift) nicht dieser Reihe vorbehalten ist – noch nicht einmal demselben Autor. Das fand ich echt schade, weil mir das zu sehr nach Gleichmacherei aussieht.

  8. Hallöchen!

    Ich bin durch deinen Kommentar beim „Sudern am Sonntag“ auf diese Seite gestoßen und finde diesen Post sehr toll und interessant! Gerade weil ich sowas auch überhaupt nicht leiden kann!
    Also zu erst einmal: Danke für den Tipp! Ich wusste gar nicht, dass man von ein paar Büchern die Schutzumschläge bestellen kann. Gerade bei den Chroniken der Schattenjäger wäre das ganz toll, weil die neuen Cover wirklich fürchterlich sind! Beim Anblick von „Clockwork Angel“ kriege ich richtig Angst! Der Typ sieht voll unheimlich aus! Ich bereue es echt, dass ich die Bücher nicht früher gekauft habe! Ich wollte sie jetzt schon in englisch kaufen, um den hässlichen Covern zu entgehen, aber das mit den Schutzumschlägen ist ja eine tolle Alternative 🙂

    Die Aktion bei der Blackthorne-Reihe finde ich auch ganz toll! Es ist schön, wenn Leser so mit einbezogen werden. Aber blöd für die, die eine einheitliche Reihe wollten…

    Und bei Reckless muss ich dir zustimmen. Der letzte Band sieht einfach so wunderschön aus. Er ist ein richtiger Blickfang! Ich hoffe für dich, dass sie alternative Schutzumschläge zur Verfügung stellen 🙂

    Liebe Grüße,
    Kate

    1. Hallo liebe Kate,
      Leider gibt es keine Alternative für die Reckless-Bücher. Aber geht einiger Maßen … wenn man nicht zu genau hinschaut, ein Auge zukneift und wild blinzelt 😀

      Darf ich deinen Blog in meine Blpgroll aufnehmen? 🙂 Und ist es okay, deinen Suttern-Artikel zu verlinken?

      1. Hello again!
        Hahaha ja, wenn man es mit dieser Technik ertragen kann, hast du ja gerade noch Glück gehabt 😀

        Oh Gott, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt total blamiere: ich versteh nur Bahnhof 😀 Also mit Blogroll kann ich noch was anfangen und ja, gerne 🙂 Aber mein Suttern-Artikel?

      2. Achsoo, jetzt verstehe ichs. Aber der Artikel ist gar nicht von mir :O Ich habe nur gesehen, dass du da kommentiert hast 😀

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