[Rezension] „Was ich dich träumen lasse“ von Franziska Moll

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  • Titel: “Was ich dich träumen lasse”
  • Autor: Franziska Moll
  • Genre: Jugendbuch
  • Seitenstärke: 351 Seiten
  • Verlag: Loewe-Verlag
  • Preis: 15,95 €
  • ISBN: 978-3-7855-7845-2

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„Was soll das eigentlich heißen, passt auf euch auf. Ich auf mich. Und du auf mich. Oder wir aufeinander?“
„Das sagt man halt so.“
„Ja, aber warum sagt man das halt so. Muss doch irgendeinen Sinn machen. Ich meine, ich kan doch nicht auf mich aufpassen. ich kann mich ja nicht zweiteilen. Der eine Teil handelt und der andere passt auf, dass der erste keinen Fehler begeht?“
(Seite 14)

klappentext.jpgIch hätte nichts dagegen, immer mit dir alleine zu sein.

Wir würden uns auf die Nerven gehen.

Stell dir vor, du wärst die einzige, der ich Witze erzählen könnte. Du würdestst sie alle abkriegen.

Das wäre mir egal. Wenn nur wir auf der Welt wären, wäre alles einfacher. Überschaubarer. Du reichst mir.

Elena hat ihr Glück gefunden – mit Rico. Doch ein schwerer Autounfall reißt Rico aus Elenas Leben in die Tiefen eines Komas. Tag für Tag zeigt Elena ihm nun, was das Leben für ihn bereithält und wofür es sich lohnt, zurückzukommen: für ihre Liebe.

inhalt.jpgElena ist glücklich mit ihrer großen Liebe Rico. Doch dann schlägt das Schicksal zu und Rico fällt ins Koma. Es ist unklar, wann und ob er überhaupt jemals wieder aufwacht.
Völlig aus der Bahn geworfen und hilflos, stolpert Elena nun durchs Leben – bis sie eine Liste auf Ricos Computer entdeckt, die seine Top Ten der Dinge enthält, die Rico tun möchte ehe er stirbt.
Elena entschließt sich, Ricos Liste abzuarbeiten, solange er nicht dazu in der Lage ist. Dabei kommt sie Hilfe von Tim, einem ruppigen jungen Krankenpfleger.
Zwischen den Beiden entwächst eine Freundschaft, das hilft Elena die Hoffnung nicht aufzugeben. Und sie erfährt, dass es sich lohnt, bis zum Ende zu kämpfen …

meinemeinung.jpgDas Buch „Was ich dich träumen lasse“ wurde von vielen Seiten hochgelobt. Entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen dem Roman gegenüber. Leider vielleicht etwas zu hoch, denn mich konnte „Was ich dich träumen lasse“ nicht völlig überzeugen.

Von den Figuren hat mich kaum eine wirklich berührt. Die meisten Figuren im Roman wirkten auf mich leider etwas oberflächlich dargestellt. Einzig Tim war ein Charakter, der irgendwie besonders war. Durch seine ehrliche und manchmal etwas kaltherzige Art war er mir sofort sympatisch, was vielleicht auch ein bisschen daran liegt, dass ich ebenfalls Krankenschwester bin.
Die Hauptfigur Elena erreichte mich hingegen nahezu gar nicht. Obwohl der Roman aus ihrer Sichtweise verfasst ist, bleibt sie dem Leser recht fremd, was sehr schade ist, da ihr familiärer Hintergrund viel verspricht. Auch bei Rico, der immer wieder in Erinnerungen eine Rolle spielt, fehlt es mir an … wie soll ich sagen … Kontakt zum Charakter.

Der Schreibstil von Franziska Moll hingegen ist wundervoll. Er ist ausgereift und besticht durch schöne stilistische Farbe. Melancholisch, hoffnungsvoll und verzweifelt zugleich erinnerte er mich immer wieder an einen Poetry Slam. Auch inhaltlich ist der Roman beeindruckend realistisch und gut durch dacht, die Erklärungen zu medizinischen und pflegerischen Vorgängen sind sicher auch Laiengerecht erklärt und geben einen hervorragenden Einfluss in den Alltag im Krankenhaus.

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Der Roman hat mich inhaltlich und stilistisch völlig überzeugt, leider haben mich die Figuren nicht erreicht. Deshalb vergebe ich hier drei von fünf Leseherzen.

dreiherzen

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Unterschrift

2 Kommentare zu „[Rezension] „Was ich dich träumen lasse“ von Franziska Moll

  1. Habe das Buch auch schon gelesen und kann mich dir großteilig anschließen. Die Figuren finde auch ich alle nicht sehr präsent, auch wenn es viele Rückblenden gibt, in denen über sie berichtet wird. Ich finde aber das die geschichte an sich lebendiger wirken würde wenn man mehr über die personen persönlich erfährt.
    Liebe grüße Pauline

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