[Rezension] „Gelöscht“ von Teri Terry

      • Titel: „Gelöscht“
      • Originaltitel: „Slated“
      • Autor: Teri Terry/ Übersetzer: Marion Hertle
      • Genre: Dystopie
      • Seitenstärke: 429 Seiten
      • Verlag: Coppenrath-Verlag
      • Preis: 17,95 €
      • ISBN: 978-3-649-61183-7
      • Weitere Bände: 

Band 2: „Zersplittert“ (Org. „Fractured“)
Erscheint im Januar 2014 auf deutsch.

Band 3: „Shattered“ (deutscher Titel noch unbekannt)
Erscheint am 6. März in englischer Sprache.

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Buchzitat:
Und wenn ich gar kein neuer Mensch bin, ist das, was ich getan habe, immer noch da. Es ist immer noch ein Teil von mir, irgendwo tief in mir versteckt.
[Seite 168]

Klappentext:
Kylas Gedächtnis wurde gelöscht.
Ihre Persönlichkeit asradiert.
Ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Kyra wurde geslated.

Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder getötet? Zählt sie zu einer Gruppe von Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Website mit vermissten Kindern? Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und bereift allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

Meine Meinung:
Spätestens seit der „Panem“-Trilogie schießen die Dystopien nur so aus dem Boden. Dennoch hebt sich „Gelöscht“ von der Menge ab. Während viele Autoren auf eine actionreiche Story setzen, ist der erste Teil der Reihe von Teri Terry eindringlicher und baut ehr psychische Spannung auf. Nichts desto trotz mangelt es im letzten Drittel auch „Gelöscht“ nicht an Action!
Dank Teri Terrys flüssigem und mitreißendem Schreibstil ist der Roman sehr gut lesbar und lässt einen nicht mehr los – bis zur letzten Seite!

Und darum geht es: Wir schreiben das Jahr 2054. Um Terrorismus und Kriminalität unter Kontrolle zu bekommen, greift die britische Regierung zu einem drastischen, aber wirkungsvollen Mittel: Durch einen medizinischen Eingriff löschen sie die Erinnerungen und die Persönlichkeit auffälliger Jugendlicher.
Die sechszehnjährige Kyla ist eine von diesen sogenannenten Slatern. Nachdem sie sich von dem Eingriff erholt hat, wird sie in ihrer neuen Familie eingefürt und soll nun ein neues Leben beginnen.
Doch schon bald bemerkt das Mädchen, dass sie anders ist, als andere Slater. Während die Meisten fröhlich grinsend ihr neues Leben annehmen, wird Kyla von Alpträumen geplagt, offenbare Erinnerungsfetzen aus ihrer Vegangenheit, doch daran sollte sie sich gar nicht erinnern können.
Gemeinsam mit Ben, einem ebenfalls geslateten Jungen, versucht Kyla zu erfahren, wer sie wirklich ist … Aber wem kann sie trauen, und wer überwacht sie?

Das was das Spannende an „Gelöscht“ ausmacht, ist das Ungewisse. Dadurch, dass Protagonistin Kyla praktisch nichts über sich selbst weiß, ist man sich auch als Leser nicht sicher, was nun der Wahrheit entspricht und was Lüge ist. Nur nach und nach erfährt man etwas mehr über Kylas wahre Identität. So bleibt die Spannung und das Mysterium über das gesammte erste Band erhalten und man erwartet sehnsüchtig, dass der Knoten platzt und alle aufkommenden Fragen geklärt werden – ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass man im ersten Band erfolglos wartet.
Was im einen Kapitel als Wahrheit gilt, kann sich bereits wenige Seiten später bereits als dicker Irrtum herausstellen.
Doch gerade das macht den Charme und die Spannung von „Gelöscht“ aus. Es ist fast schon eine kleine, nervenaufreibende Folter, nichts über die „echte“ Kyla zu wissen.
Noch stärker nutzt die Autorin dieses Stilmittel bei Ben, Kylas männlichem Gegenstück und dem Held des Romans. Über ihn erfährt man fast nichts und er bildet den Kern eines wirklich fiesen Cliffhangers, der einen atemlos zurücklässt.

Während man in den ersten beiden Dritteln nur einzelne Häppchen Wahrheit vorgeworfen bekommt, wird man gegen Ende des Buches fast schon damit bombadiert. Das Finale des ersten Bandes ist richtig torbulent!
Wer sich jetzt sorgt, dass man zu viel Input bekommt, den kann ich beruhigen. Zwar muss der Leser die Infos tatsächlich erst einmal verarbeiten, doch viel zu schnell ist „Gelöscht“ zu Ende, lässt einen atemlos und nachdenklich zurück.
Fans von Dystopien, z.B. Lauren Olivers „Delirium“, werden an „Gelöscht“ von Teri Terry sicher ihre Freude haben!

5/5 Herzen

Die spannende, eindringliche Dystopie erhält von mir volle Punktzahl! Mitreisend und unvorhersehbar – ein echtes Leseerlebnis! Wer von euch hat „Gelöscht“ ebenfalls gelesen? Wie hat euch das Buch gefallen, wart ihr ebenso tief beeindruckt, wie ich?

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