[Rezension] „Romeo für immer“ von Stacey Jay


Titel: „Romeo für immer“
Originaltitel: „Romeo Redeemed“
Autor/in: Stacey Jay
Seitenstärke: 393 Seiten
Verlag: Egmont INK
Preis: 17,99 € [D]/ 18,50 € [A]
ISBN: 978-3-86396-022-3
Weitere Bände:
~ „Julia für immer“ [Bd. 1]

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Buchzitat:
„Das Blut an meinen Händen ist alles, was mir von meiner Liebsten bleibt, dem Mädchen, das ich getötet habe. Mein Herz pocht schmerzhaft in meiner Brust. Aber ich habe kein Recht, mich zu beklagen. Ich habe ewiges Leid verdient.“
– S. 9 –

Klapptext:

Er hat nur drei Tage Zeit, um die wahre Liebe zu finden …

Seit Romeo seine einstige Geliebte Julia getötet hat, wandert er als Söldner der Apokalypse durch die Jahrhunderte – mit nur einem Ziel: die Liebe zwischen zwei Menschen zerstören.
Aber die Mächte des Bösen haben ihn verstoßen. Wenn Romeo nicht auf ewig verdammt sein will, bleibt ihm nur eine Chance: Er muss auf die Seite der Botschafter des Lichts wechseln und das Herz eines Mädchens erobern. Doch Romeo weiß nicht, dass die Außerwählte das Schicksal der ganzen Welt in den Händen hält, denn in ihr tragen die Mächte des Bösen und des Guten einen erbitterten Kampf aus …

Meine Meinung:
Nachdem ich „Julia für immer“ gelesen hatte, habe ich mich wie Oskar auf den Folgeband „Romeo für immer“ gefreut. Als ich dann in den zweiten Band um Veronas bekanntestes Liebespaar zu lesen begann, war dieser anders als ich erwartet habe – keinesfalls Schlechter! Ich dachte eben nur, dass man die ganze Geschichte nun aus Romeos Sicht erzählt bekommt – was ja auch der Fall war. Allerdings erzählt uns Romeo die Geschichte nicht nur aus einer anderen Perspektive, sondern auch aus einem Paralleluniversum, allerdings erinnert sich an die Geschehnisse aus „Julia für immer“ und steckt wieder in Dylans Körper – doch in Ariels Körper befindet sich niemand anders als Ariel selbst … und das Verwirrspiel aus „Julia für immer“ geht weiter. Und Stacey setzt noch einen drauf!
Denn jetzt beginnt für uns Leser eine Reise zwischen Welten, Wahrheiten, der Zeit und Gut und Böse – „Romeo für immer“ ist, genau wie „Julia für immer“, nichts für Freunde von gradlinigen und einfach zu verstehenden Romanen.

Schon seit Jahrhunderten tragen Romeo und Julia, das berühmteste Liebespaar der Welt, einen erbitterten Kampf aus. Um selbst Unsterblichkeit zu erlangen, hat Romeo damals in Verona Julia getötet. Aber auch Julia ist nicht gestorben. Seitdem reisen sie als verfeindete Seelengeister durch Zeit und Raum und schlüpfen in die Körper anderer Menschen.
Während Julia für die Liebe kämpft, setzt Romeo alles daran, die tiefen Gefühle des Herzens zu zerstören. Doch nach einer schicksalhaften Begegnung der beiden wendet sich das Blatt: Romeo bekommt eine einzige Chance, von seinem teuflischen Dasein erlöst zu werden und selbst die wahre Liebe zu finden.
Er tritt eine Reise in die Vergangenheit an und trifft im Körper von Dylan Stroud ausgerechnet Ariel Dragland wieder, der Dylan einmal übel mitgespielt hat.
Romeo bleiben nur drei Tage, um Ariels Herz zu erobern …

Ohne zu viel vom Buch zu verraten: Gleich zu Anfang erfährt man einiges über Romeos wahre Beweggründe für Julias (erste) Ermordung. Aber mehr werde ich aus der Vergangenheit nicht erzählen ;)

Stacey Jay versteht es, Figuren zu erschaffen, die nicht sofort zu durchschauen sind. Insbesondere Romeo, Julia und Ariel sind immer wieder überraschend vielschichtig und offenbaren des öfteren neue und bisher ungeahnte Charakterzüge – was die Figuren sehr echt, aber auch unberechenbar und ein wenig verwirrend macht.
Auch in „Romeo für immer“ trifft man wieder auf alte Bekannte. Zum Beispiel auf Gemma und Ariels Mutter oder auf Dylans bescheuerte Kumpels.

Wie bereits erwähnt ist der Zweiteiler fast schon unverschämt komplex, vielschichtig und verwirrtend. Viele der, am Anfang von „Julia für immer“ erwähnten Geschehnisse wirken aus Romeos Sicht anders, als sie auf Julia wirkten – und beide haben mit der Wahrheit gar nicht so viel zu tun, wie beide glauben. Alles was in „Julia für immer“ festzustehen scheint, wird in Romeos Geschichte völlig über den Haufen geworfen: Romeo ist gar nicht so böse, wie man glaubt. Ariel ist nicht so unschuldig, wie man meinen möchte (und Julia auch nicht) und die Grenzen zwischen Gut und Böse, Licht und Schatten, Liebe und Hass, Vertrauten und Feinden, Vergangenheit und der einen oder der anderen Gegenwart verwischen immer mehr zu einem undurchsichtigen Nebel, der „Romeo für immer“ zu einem immer spannender werdenden Liebes-/ Fantasyroman macht.

Das schönste an „Romeo für immer“, ist auch zugleich das anstrengenste: Die sich immer wieder verändernden Wahrheiten. Jede Figur hat ein anderes Bild von der Vergangenheit und jeder ist sich dieser Erinnerung absolut sicher; jeder baut darauf all seine Taten in der Gegenwart auf. Doch die wahre Vergangenheit sieht ganz anders aus und irgendwann hat der Leser schrecklich Kopfweh, weil jeder jeden hintergeht – einschießlich sich selbst.
Und als währe das nicht genug, rennen überall verliebte herum, die in jeden vernarrt sind … nur nicht in den, in den sie es sein sollten.
Kurz: Ein Heidendurcheinander herrscht in „Romeo für immer“!

Erst auf den letzen Seiten wird immer klarer, was da eigentlich wirklich vor sich geht – und das Shakespeares Version von Romeos und Julias tragischem Ende vielleicht doch gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt war, wie manch einer glauben mag, der „Julia für immer“ gelesen hat. Ich war mitgerissen und bereue es nicht, „Romeo für immer“ gekauft und gelesen zu haben. Deshalb bekommt das Buch von mir drei Bücherstapel:

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Liebe Grüße, eure Bianca

PS: Habt ihr vielleicht auf „Julia für immer“/ „Romeo für immer“ gelesen? Wie empfandet ihr Stacey Jays Verwirrspiel mit der Wahrheit??? Schreibt mir doch ein Kommi ;-*

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