[Rezension] „Reckless – Lebendige Schatten“ von Cornelia Funke

 

Ich hatte das rießige Glück eines der Vorabexemplare von „Reckless – Lebendige Schatten“ zu ergattern. Pünktlich zum Erscheinen serviere ich euch nun eine Rezension über das neue Werk von Cornelia Funke. Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und hinterlasst mir ein kleines Kommentar, wenn ihr möchtet :)

 

Inhalt:
Sechs Mal wird die Motte auf seiner Brust zubeißen, bevor sie zurück zu ihrer Herrin fliegt und Jacob dem Tod überlässt. Die fieberhafte Suche nach dem Schatz, der ihn retten könnte, beginnt. Ein Wettlauf gegen die Zeit – und gegen den Goyl Nerron. Dem Goyl geht es darum, der beste Schatzjäger in der Spiegelwelt zu sein.
Für Jacob Reckless aber geht es um Leben oder Tod

 

Das dunkle Märchen geht weiter…

 

Die Autorin:
Cornelia Funke (*1958) ist die wohl bekannteste deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin unserer Zeit. Ihre Werke, darunter Die wilden HühnerDrachenreiter und die Tintentrilogie, erreichten weltweit die Spitzen der Bestsellerlisten und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihren Kindern in Los Angeles, Kalifornien. Mit Reckless – Lebendige Schatten entführt Cornelia uns nach Reckless – Steinernes Fleisch erneut in die Welt hinter dem Spiegel.
Auf der Internetseite der Autorin könnt ihr auf Erkundungstour durch Cornelia Funkes Schreibhaus gehen:www.corneliafunke.com.
Dort könnt ihr auf das Turmzimmer besuchen und in die Welt von Jacob, Fuchs und ihren Freunden eintauchen.

 

Cover:
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Ich finde, dass dieses Cover schöner ist, als des vom ersten Band. Die Kupferne Farbe der Motte und der silberne Rahmen des Spiegels kommen auf dem dunkelgrünen Grund wirklich gut zur Geltung und Lebendige Schatten macht im Regal neben seinem Vorgänger eine ausgezeichnete Figur.

 

Rezension:
Mit Reckless – Lebendige Schatten entführt uns Cornelia Funke zum zweiten Mal in die zauberhafte Welt hinter dem Spiegel. Gleich auf den ersten Seiten erwartet uns ein kleiner Leckerbissen, nämlich eine Karte der Spiegelwelt. „Rein zufällig“ erinnern die Konturen stark an Bilder aus dem Erdkundeunterricht. Und wer dort ein klein wenig aufgepasst hat, findet schnell heraus, wo in der Märchenwelt er selbst leben würde, und an welchen Ort die letze Urlaubsreise ging. Allein schon dort kann man sich eine ganze Weile verdulden. Was nicht weiter schlimm ist, denn das Buch läd durch Spannung und fließende Erzählweise dazu ein, den Schlaf über Bord zu werfen und einfach die Nacht durchzulesen. Und damit hat man das Buch vermutlich immer noch schneller durch, als die meisten anderen Schmöker, weil es von der ersten bis zur letzen Seite einfach viel zu spannend ist und man den Roman einfach nicht weglegen möchte, um so Nebensächlichkeiten (wie Schlafen oder Essen) zu erledigen. Und wer zart besaitet ist, wird bei der düsteren Stimmung, die das Buch verströmt, sowieso kein Auge zutun.
Ich muss zugeben, ich war am Anfang etwas verwundert, denn Jacob befindet sich zu Beginn des Buches nicht etwa in der Spiegelwelt, sondern in unserer. Nichts desto trotz findet man sofort seinen Weg zurück in die Märchenwelt. Dort sind die Probleme schon in vollem Gange und brechen einfach nicht mehr ab. Man bekommt ein Gefühl für Fuchs´ anstrengenden Alltag, da Jacob über das Buch hinweg immer wieder in die haarstäubensden Gefahren hineintaumelt und sie ihm immer wieder den Hals retten muss. Doch all ihre Bemühungen scheinen um sonst zu sein, denn Jacob sucht erfolglos nach einem Mittel, mit dem er sich aus seinem Vertrag mit der Fee befreien könnte. Nach einigen missglückten (und verdammt gefährlichen) Versuchen, gibt es nur noch eines, dass Jacob vor dem sicheren Tod retten könnte. Allerdings muss er sich dafür erst mal auf eine Suche quer durch die Spiegelwelt machen um drei andere Gegenstände zu finden, die als „Schlüssel“ dienen.
Und damit begeben sich Jacob und Fuchs auf eine Jagd von einem Land ins Nächste, die Zeit immer im Nacken – oder in Jacobs Fall, auf der Brust. Allerdings sind die Beiden nicht die einzigen, denn ein schatzsuchender Goyl namens Nerron ist ebenfalls auf der Suche nach den Gegenständen, die den Weg zu einem der mächtigsten Gegenständen der Spiegelwelt öffnen. Und als hätten unsere Helden nicht schon genug Ärger am Hals (oder eben auf der Brust), herrscht auch noch ein ordentliches Gefühlschaos zwischen den Beiden, aus dem weder Jacob noch Fuchs so richtig schlau werden.
Auf ihrer Reise treffen wir Leser einige alte Bekannte aus Steinernes Fleisch wieder, so zum Beispiel Chanute, Valiant und Donnersmark. Natürlich sind auch einige Wesen aus unseren Märchenbüchern und Kindheiten dabei, wie eine Hexe und ein Blaubart und dieses Mal ist sogar ein Gast aus orientalichen Märchen mit von der Partie.
Mein Fazit: Unbedingt lesen! Schon lange war ich nicht mehr so begeistert von einem Fantasybuch. Auch der zweite Teil der Trilogie um Jacob Reckless nimmt einen, ganz Funke-typisch, wieder mit in eine abgerundete und gerade zu glaubhafte Märchenwelt. Hier kommt jeder auf seine Kosten: es gibt Actionszenen; man bekommt (Dank Nerrons Gefolge) etwas zu lachen; und es herrscht eine ebenso düstere Grundstimmung wie schon im ersten Band, auch dieses Mal mit einem Hauch Romantik durchwirkt, die keines Falls zu kurz kommt aber dennoch nicht zu aufdringlich wird.
Etwas schade ist allerdings, dass die künstlerischen Ergüsse dieses Mal etwas kleiner ausgefallen sind, als im Vorgängerroman. Dort waren die ersten Seiten eines neuen Kapitels immer komplett mit Zeichnungen der Autorin geschmückt, in diesem Buch jedoch sind die Seiten schlichter gehalten und man findet immer nur noch eine kleine Zeichung oberhalb der Überschrift. Aber damit kann man bei soviel spannendem Inhalt gut leben.
Das Ende macht Lust auf mehr und ich kann es kaum abwarten, wenn endlich Band drei herauskommt.

 

Reckless – Lebendige Schatten von Cornelia Funke ist im Dressler-Verlag erschienen und kostet 19,95€. Das Buch umfasst 411 Seiten.

 

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