[Rezension] „Die Bestimmung“ von Veronica Roth

Hallo, liebste Büchergurus!

Gestern erst habe ich „Die Bestimmung“ in die Finger bekommen – und schon jetzt bin ich damit durch und darf euch stolz die Rezension vorstellen.
Das war sogar für meine Verhältnisse schnell. Insbesondere wenn man bedenkt, dass ich gestern Abend noch auf einem Geburtstag und einem Volksfest war und deshalb keine Lesenacht ausrichten konnte!

Jetzt aber viel Spass mit meiner Rezension zu Veronica Roths „Die Bestimmung“!

Die Bestimmung

Titel: „Die Bestimmung“
Originaltitel: „Divergent“
Autor/in: Veronica Roth
Seitenstärke: 475 Seiten
Verlag: cbt/ Ramdom House
Preis: 17,99€ [D]
ISBN: 978-3-570-16131-9
Weitere Bände:
~ „Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit“ [Bd. 2]
~ „Allegiant“ (englische Ausgabe, erscheint am 22.10.13) [Bd. 3]

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Buchzitat:
„Wie heißt du?“, fragte der Junge. Seine Stimme ist tief und kehlig.
„Ähm …“ Ich weiß selbst nicht, weshalb ich zögere. Aber „Beatrice“ klingt jetzt irgendwie verkehrt.
„Denk darüber nach“, sagt er und ein feines Lächeln huscht über sein Gesicht. „Ein zweites Mal kannst du nicht neu wählen.“
Ein neuer Ort, ein neuer Name. Ich kann mich hier neu erfinden.
„Tris“, sagte ich laut.
[Seite 63]

Klapptext:

„Beatrice“, wisperte Tori, „du darfst unter keinen Umständen mit jemandem darüber sprechen. Niemals, egal, was passiert. Eine Unbestimmte zu sein, ist äußerst gefährlich. Verstehst du?“

Fünf Fraktionen, fünf verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice sich entscheiden muss, als sie sechzehn wird. Sie weiß: Es ist die wichtigste Wahl ihres Lebens, denn sie entscheidet über ihre Familie, ihre Freunde, ihre Feinde.
Doch der Test, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis.
Sie ist eine Unbestimmte. Die aber gelten in der Welt, in der sie lebt, als hoch gefährlich …

Meine Meinung:
Irgendwann im Chicago der Zukunft: Die Demokratie, wie wir sie kennen, ist gescheitert, an ihre Stelle ist ein neues System getreten. Eines in dem Loyalität und Ideale alles bedeuten. Wird man sechszehn Jahre alt muss man sich zwischen den fünf Fraktionen entscheiden.
Die Altruan sind die Selbstlosen, die überzeugt sind, dass der Egoistmus der Menschen Schuld an dem Niedergang der alten Welt ist.
Die sogenannten Candor sind für ihre Freimütigkeit bekannt. Ihre Gründer vertraten die Meinung, Unehrlichkeit wäre der Grund dafür gewesen.
Ken, so nennt sich die Fraktion der Wissenden. Sie machen Unwissenheit und fehlende Bildung für das Scheitern der Demokratie verantwortlich.
Die Amite sind die Friedfertigen; überzeugt davon, dass Feindseeligkeit den Untergang herbei geführt habe.
Und schließlich die letzte der Fraktionen: Ferox, die Furchtlosen, welche die Überzeugung vertreten, dass fehlender Mut und mangelnder Entscheidungswille das Ende der Welt bedeuten.

Für eine dieser Gruppen muss sich unsere Protagonistin Beatrice entscheiden Diese Wahl kann das Leben von Grund auf verändern, denn die ausergefählte Fraktion gilt fortan als ihre Familie.
Doch Beatrices Eigungstest, der über ihre innere Bestimmung Auskunft geben soll, ist nicht eindeutig. Sie ist eine „Unbestimmte“ und damit eine Gefahr für die Gemeinschaft. Sie entscheidet sich ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen und schließt sich den mutigen Ferox an. Es ist Tris Chance auf ein neues Leben, eines in dem sie die Möglichkeit hat, einfach sie selbst zu sein.
Doch dort ist sie mit ihrem Geheimnis nicht sicher, denn schon bald gerät sie ins Zentrum eines Konfliktes, der nicht nur das ganze politische System bedroht, sondern auch das Leben all jener, die sie liebt …

„Die Bestimmung“ wird aus der Perspektive Beatrices erzählt, Veronica Roths Schreibstil ist ist flüssig, leicht zu lesen und die Storyline ist in sich schlüssig.
Die Geschichte um Beatrices wird stetig spannender, stückenweise entwickeln sich die einzelnen Figuren weiter und man erfährt mehr und mehr über die Hintergründe der Fraktionen, ihre Lebensweisen und natürlich über die Unbestimmten.
Zwar zieht sich das Buch im letzten Drittel etwas, doch dafür wird man mit einem grandiosen, mitreißenden Höhepunkt entschädigt!

Besonders gut gefallen haben mir die Hauptfiguren, Four und Tris.
Four, einer der Ausbilder der Ferox, ist ein verdammt cooler und unnahbarer Typ, mit kleinen „Ich-bin-ein-Ekel“-Anwandlungen und sowas mag ich ja immer sehr, als Leser/in merkt man aber schnell, dass er Sympathie für unsere Protagonistin hegt.
An Beatrice, beziehungsweise Tris, begeisterte mich ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte, die Gradwanderung zwischen dem, was ihre Eltern von ihr erwarten und dem, was in ihrem Inneren vorgeht. Auch die Art wie sie an den Aufgaben ihrer neuen Fraktion wächst, hat mir sehr gut an dieser Figur gefallen.
Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzten, ihre Handlungen waren nachvollziehbar – natürlich nur, wenn man einen kleinen Funken Lebensmüdigkeit und Wahnsinn in sich trägt. (Ich würde niemals, niemals aus einem fahrenden Zug springen! Aber sonst bin ich für jeden Unsinn zu haben!)
Auch die verschiedenen Aufgaben, welche die Fraktionsanwärter, wie Tris eine ist, fesseln den Leser. Man muss seinen Mut beweisen und sich seinen Ängsten stellen.

Was mich jedoch etwas gestört hat ist das System der Fraktionen. Hier habe ich mir von Anfang an gedacht, dass diese Politik einfach zum Scheitern verurteilt ist. Deshalb habe ich mich auch ewig nicht an „Die Bestimmung“ herangewagt und erst es auf mehrfache Empfehlung zur Hand genommen.
Ich denke dass es offensichtlich ist, dass kein Mensch (schon garnicht mit zarten Sechzehn) weiß, wie er sein Leben verbringen will und wie seine Ideale aussehen. Oder das dieses Ideal auch auf jede Situation anzuwenden ist.
Aus diesem Grund gibt es einen klitzekleinen Abzug bei der Wertung.

Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen: An ihrem ersten Tag bei den Ferox lern Tris den attraktiven jungen Mann Four kennen. Schnell wird klar, das zwischen den beiden eine gewisse Chemie herrscht. Doch natürlich ist es nicht so einfach, das währe ja auch langweilig. Denn Four ist nicht nur einer der Ausbilder der Ferox, sondern nicht unbedingt dass, was man einen netten Kerl nennt.
Des Weiteren ist sich Tris nicht wirklich sicher wo sie bei ihm dran ist und dann steht sie sich auch noch selbst im Weg …

Fazit:

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Habt ihr „Die Bestimmung“ auch gelesen? Oder vielleicht sogar schon den zweiten Band „Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit“? Wie war der zweite Teil?
Und welcher Fraktion würdet ihr beitreten? Ich währe wohl entweder eine Cardo oder eine Ferox …
Was haltet ihr von dem System mit den fünf Fraktionen?
Erzählt mir, wie ich das Buch fandet und hinterlasst ein Kommentar!

~*~*~*~*~

Und, ganz wichtig, möchte ich mich noch bei meiner Bücherdealerin bedanken, die mir das Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Liebe Grüße,
eure Bianca

3 Kommentare zu „[Rezension] „Die Bestimmung“ von Veronica Roth

    1. Ich hab den Film ehrlich gesagt, noch nicht gesehen und kaufe ihn mir dann auf DVD.
      Hab eigentlich recht viel Gutes davon gehört – natürlich ist es nicht zu vergleichen mit dem Buch ^^ 😀

      Mein Tipp: Ließ es, lohnt sich ❤

  1. Liebe Bianca,
    ich habe bereits die gesamte Trilogie gelesen und wäre eigentlich liebendgern bei den Ferox, schon allein, weil ich dann einen Four treffen könnte 😉 Aber so „schlimme“ Bücher ich auch lese, ich bin in der Realen Welt eher sanft, weshalb ich zu den Amite gehen würde, da würde ich als Unbestimmte auch nicht so schnell auffallen 😉
    Leider muss ich sagen, das die Bücher immer schlechter werden & das Ende der Trilogie hat mich einfach mehr als nur geschockt! An die die Buch 3 gelesen haben: Ihr wisst was ich meine.
    Trotzdem finde ich man sollte es gelesen haben, da die Bücherwelt von „Die Bestimmung“, „Panem“ oder auch „Die Chroniken der Unterwelt“ dominiert wird.
    Liebe Grüße, Fangirl

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