[Rezension] „Die Alchimistin“ von Kai Meyer


Seitenstärke: 463 Seiten/ mit Nachwort & Extras 510 Seiten
Verlag: Heyne
Preis: 12,99 € [D]
ISBN: 978-3-453-47111-5
Weitere Bände:
„Die Unsterbliche“ [Bd. 2]
„Die Gebannte“ [Bd. 3]

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Klapptext:
Im Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths endloser Gänge und düsterer Säle heran. Als ihr verhasster Vater, ein Alchimist, getötet wird, verliebt sie sich ausgerechnet in seinen Mörder – den mysteriösen Gillian.
Sein Auftrag ist es, auch Aura zu ermorden. Doch Gillian stellt sich für sie gegen seinen Meister.
Gemeinsam geraten die Beiden in einen Krieg zwischen Unsterblichen, deren Hass die Jahrhunderte überdauert hat.

„Eines der großen deutschen Erähltalente“ – Der Spiegel

Meine Meinung:
„Lies ein Buch, das im Titel mindestens drei Buchstaben deines Namens enthält.“ – Das war das Thema des Januars bei moonymels Lesechallenge. Und ich hatte das Glück, dass mein Stapel ungelesener Bücher Kai Meyers „Die Alchimistin“ ausgespuckt hat. Der Titel enthält sogar vier Buchstaben meines Namens : BIANCA, das heißt, dass bis auf das „B“ jeder Buchstabe vorhanden ist.
Abgesehen davon wollte ich „Die Alchimistin“ sowieso bald lesen, denn ich bin ein großer Fan von Kai Meyer. Ich liebe seine Arkadien-Trilogie und die Wolkenvok.Trilogie.
Die Trielogie um „Die fließende Königin“ ist mein absolutes Lieblingswerk von Kai Meyer… gewesen. Denn „Die Alchimistin“ hat Merles Abenteuer von Platz eins gefegt.
Vergangenes Jahr habe ich Kai Meyer übrigens auf der Frankfurter Buchmesse getroffen ;). Er hat so eine unglaublich angenehme, tiefe Stimme!

Und darum geht es in dem Buch: Aura wächst zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Schwester im Schloss Institoris auf. Ihr Vater Nestor ist ein Alchimist und sprerrt sich oft wochenlang in seinem Wintergarten ein. Als dieser im Auftrag seines ärgsten Feindes getötet wird, steht Aura plözlich seinem Mörder gegenüber – dem Hermaphroditen Gillian.
Er soll auch Aura töten, doch Gillian widersetzt sich dem Befehl und rettet Aura das Leben.
Nun muss sie das Erbe Nestors antreten und selbst zur Alchimistin werden, um zusammen mit Gillian gegen einen uralten Feind zu bestehen, der in der wiener Unterwelt seine düsteren Pläne schmiedet.
Eine Jagd beginnt, die von den Mooren des Nordens über Östereich, Venedig und Siebenbürgen bis nach Swanetien führt, einem vergessenen Bergland jenseits des Schwarzen Meeres…

Aura ist so ein wunderbarer Charakter! Im Gegensatz zu Rosa aus der Arkadien-Trilogie, ist sie auf eine Art … ja fast exzentisch, die mich sehr anspricht. Sie ist mir sympatisch, ich kann ihre Handlungen nachvollziehen und finde mich immer wieder in ihr wieder. Ihre beharrliche Starrköpfigkeit und ihre ganze Art haben mir von Anfang an sehr gefallen. Nestor konnte ich mir ebenfalls gut vorstellen und ich hatte die ganze Zeit das Bild von Lemony Snickets Grafen Olaf im Kopf. Auch die andern Figuren waren für bis von Anfang bis Ende schlüssig handelnd, liebens- (oder eben hassens-) wert und glabwürdig.
Zwar fand ich die Vorstellung von einem Hermaphroditen nicht sooo unglaublich sexy, aber dafür mochte ich Gillians Art und seine Entwicklung im Buch unglaublich gern.
Grandios war vor allem, wie sich die Welt im Laufe des Buches verändert und wie die Figuren sich in diesen Zeiten bewegen und verhalten.
Man kann mit einem einzigen Roman an zahlreiche Orte reisen – von Italien bis Östereich, über Sibieren bis hin ins tiefste Nirgendwo. Natürlich macht Meyer einen wichtigen Zwischenstop in Venedig. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch von ihm gelesen, das auf die eine oder andere Weise in Italien spielt. Und ich liebe Italien!!!

Der Schreibstil ist ganz Kai Meyer typisch – hervorragend klar, mystisch, total spannend und mitreisend. Nicht umsonst ist er einer meiner Lieblingsautoren und ich ärgere mich, das ich „Die Alchimistin“ nicht viel früher angefangen habe! „Die Gebannte“ und „Die Unsterbliche“ habe ich mir daraufhin sofort bei meiner Bücherdealerin bestellt, damit ich rauskriege, wie es weitergeht. ;)
Auch der altbekannte Misch von Magie, Mythos, Geschichte und Realität ist wieder vorhanden.

„Die Alchimistin“ beginnt im Jahre 1897 und endet 1904, also sieben Jahre später. Dass man bereits im ersten Band die Nachfahren der Hauptfiguren kennenlernt ist mir noch nie untergekommen. Aber es gefiel mir wirklich sehr, denn das Jahr 1904 ist nicht das Ende, sondern der Anfang des zweiten Teiles im Buch und so lernt man Gian und Tess kennen, sie sind im Gegensatz zu den meisten anderen Romanen keine Randfiguren, sondern spielen im Verlauf der Handlung eine wichtige Rolle und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit allen Figuren (insbesondere mit Aura und Gian) im zweiten Band „Die Unsterbliche“!

Viel Freude beim Lesen,
Eure Bianca

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