[Rezension] „Flammende Träne“ von Sophie Jordan


Originaltitel: „Vanish“
Seitenstärke: 335 Seiten
Verlag: Loewe-Verlag
Preis: 17,95 €
ISBN: 978-3-7855-7046-3
Weitere Bände:
„Firelight – Brennender Kuss“ [Bd. 1]
„Firelight – „Leuchtendes Herz“ [Bd. 3] erscheint November 2013

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Klapptext:

Rivalen, die unerbittlich sind.
Eine Entscheidung, die den Tod bedeuten kann.
Und eine Liebe, die es nicht geben darf.

„Du willst also, dass ich einfach so aus deinem Leben verschwinde?“, flüstert er.
Dieses Mal kann ich nur nicken. Es schmerzt zu sehr, diese Lüge laut auszusprechen.
„Bist du wirklich bereit, uns aufzugeben?
Willst du wirklich, dass ich diesen Berg hinuntergehe und nie wieder zurückkomme?
Dass ich dich vergesse?“
Ich zittere bei dem Kratzen seiner rauhen Stimme und dem Bild das seine Worte da malen.
Nein. Nein, das will ich nicht.
Aber es muss sein …

Meine Meinung:
„Firelight – Flammende Träne“ schließt in der Handlung nahtlos an seinen Vorgänger “ Brennender Kuss“ an. Da ich den ersten Band (mittlerweile zum 3. Mal ;) ) erneut gelesen habe, fand ich sofort wieder Anschluss und konnte die Handlung von „Flammende Träne“ ohne Probleme und sofort wieder aufgreifen. Aber auch wenn es schon etwas länger her ist, dass ihr Band 1 gelesen habt, stellt der Einstieg wahrscheinlich kein Hindernis dar: Sophie Jordans Stil schubst einen in das Geschehen hinein und lässt einen bis zur letzten Seite und darüber hinaus nicht mehr los.

Und darum geht es in Band zwei der Firelight-Trilogie: Nachdem Jacinda, eine Draki (also ein Halbmensch/Halbdrache), sich vor den Augen von Menschen verwandelte, um Will, ihre große Liebe zu retten, bleibt dem Mädchen und seiner Familie keine Wahl: Sie müssen vor den Draki-Jägern, Wills Familie, Schutz suchen. Doch das bedeutet für Jacinda, dass sie Will zurück lassen und in die Siedlung zurückkehren muss.
Dort ist für Jacinda nichts mehr wie es zuvor war. Nicht nur, dass sie lernen muss, sich den Gesetzen des Rudels unterzuordnen. Auch versucht sie Will zu vergessen, was wiederrum widerwille Gefühle zu Cassian, dem Drakiprinzen, weckt.
Dennoch hofft Jacinda verzweifelt auf die Chance, eines Tages wieder mit Will zusammen zu sein. Als dieser Wunsch zum Greifen nah ist, muss sie sich zwischen ihrem Rudel und damit auch Cassian und ihrer großen Liebe Will entscheiden.
Doch dann kommt alles ganz anders und die Umstände zwingen Jacinda mit Cassian, ihrer Schwester Tamra und Will zu einer Rettungsmission aufzubrechen …

Zuersteinmal ist ein kleines Outing nöig ( ;) ): Ich bin ein rießengroßer Cassian-Fan. Ich mag einfach Figuren, die auf den ersten Blick Arschlöcher sind und ich habe sowieso eine Schwäche für die Jungs, die in Triangel-Beziehungskisten vermutlich den kürzeren ziehen werden (zum Beispiel Damon aus Vampire Diaries ^///^). Die zarten Annäherungen zwischen Jacinda und Cassian sind wundervoll beschrieben und man lernt den vermeintlich bösen Drakiprinzen völlig neu kennen.
Aber nicht nur Cassian zeigt sich von einer anderen Seite, auch Tamra, die am Ende von „Brennender Kuss“ ihre ungewöhnlichen Drakikräfte entdeckte, macht einen Entwicklungssprung. Der Rollentausch in der Dynamik des Lagers – also das Tamra nun die Beliebtere ist, und Jacinda die Rolle der Außenseiterin einnehmen muss – war ein interesantes Spiel, insbesondere da sich dadurch einige von Jacindas Schwächen zeigen, was sie um einiges greifbarer und für mich sympatischer macht.
Auch gut gefallen hat mir ihre Hin- und Hergerissenheit zwischen ihrer Liebe zu Will und ihrem Verantwortungsgefühl gegenüber ihrem Drakirudel und vor allem Cassian. Die zwiegespaltenen Gefühle sind wunderbar beschieben und lassen den Leser mitleiden.
Eine weitere Sache, die im Buch eine große Rolle spielt, ist die Beziehung zwischen Jacinda und ihrer Zwillingsschwester Tamra. Oben habe ich ja schon den Rollentausch der beiden angesprochen. Doch obwohl Tamra nun der Schatz des Rudels ist, bekommt sie immer noch nicht das, was sie sich eigentlich wünscht -nämlich Cassian.
Ich bin verdammt froh, dass ich in Bezug auf Männergeschichten, weder mit meiner älteren, noch meiner jüngeren Schwester, aneinader geraten zu denke, denn die – nennen wir es Mal ungeklärten Besitzansprüche – sorgen für ordenlich Zunder zwischen den Zwillingen und führen fast zum entgültigen Bruch zwischen Jacinda und ihrer Familie.
Und dann ist da ja auch noch die kleine Schwester des ungeklärten Besitzanspruchs: Miram, die für ordenlich Wirbel sorgt, da sie für ihren Vater spioniert. Und damit etwas lostritt (das ich nicht verraten werde) was ein böses Ende zu nehmen droht – für alle Beteiligten.

Das Buch unterscheidet ist qualitativ kaum von seinem Vorgänger, beide sind mitreißend, spannend und romantisch. Ich verstehe immer noch nicht, warum Jacinda in bestimmten Situationen so reagiert, wie sie es tut. Aber darüber kann ich gern hinwegsehen ;).
Trotzdem gefällt mir „Flammende Träne“ ein klitzekleines Bisschen besser, als „Brennender Kuss“, denn hier geht es schneller voran und es gibt zwischendurch mehrere kleine Spannungsbögen, die Langeweile erfolgreich verhindern.
Wer „Firelight- Brennender Kuss“ gelesen hat, sollte sich „Flammende Träne“ auf keinen Fall entgehen lassen!
Ich freue mich schon auf den abschließenden Band der Trilogie, der vermutlich im November diesen Jahres erscheinen wird.

Viel Spass beim Lesen,
eure Bianca

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