[Rezension] „Grischa – Goldene Flamme“ von Leigh Bardugo

Titel: „Grischa – Goldene Flamme“
Originaltitel: „Shadow and Bone. The Grischa. Book One“
Autor/in: Leigh Bardugo
Seitenstärke: 348 Seiten
Verlag: Carlsen
Preis: 17,90€ [D]/ 18,40€ [A]
ISBN: 978-3-551-58285-0
Weitere Bände:
~ Grischa – Eisige Wellen [Bd. 2] – erscheint voraussichtlicht Herbst 2013
~ Grischa – ??? [Bd. 3]

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Buchzitat:
„Besser könnt ihr eurem Zaren nicht dienen“, sagte die in der Tür stehende Ana Kuja.
„Das ist wahr“ erwiederte die Frau erfreut und etwas versöhnt.
Da die Erwachsenen abgelenkt waren, bemerkten sie weder, dass Junge und Mädchen einen Blick tauschten, noch dass das Mädchen nach der Hand des Jungen griff.
[S. 16]

Klapptext:
Jede einzelne Stunde habe ich dich vermisst.
Und am schlimmsten war, dass mich das völlig überrascht hat. Ich habe mich dabei ertappt, dich zu suchen. Nicht aus einem bestimmten Grund, sondern nur aus Gewohnheit oder weil ich etwas gesehen hatte, von dem ich dir erzählen wollte. Ich wollte nur deine Stimme hören. Dann wurde mir bewusst, dass du fort warst, und ich hatte jedes, wirklich jedes Mal das Gefühl, mir würde die Luft wegbleiben.
Ich habe mein Leben für dich aufs Spiel gesetzt. Ich bin für dich durch halb Rawka gezogen, und das würde ich wieder tun, nur um bei dir zu sein. Selbst wenn es bedeutet, mit dir zu hungern und zu frieren und mir dein Gejammer über den ewigen Hartkäse anzuhören.
Also erzähl mir nicht, dass wir nicht zusammen gehören.

Meine Meinung:
Noch bevor ich anfing, „Grischa – Goldene Flamme“ zu lesen, hatte das Buch es mir schon angetan. Nicht nur das mich der Ausschnitt, der als Klapptext dient, sehr angesprochen hat – auch das Cover gefiel mir richtig gut.
„Grischa“ begeisterte mich also vom ersten Moment an und ließ mich bis zur letzen Seite nicht mehr los. Die Atmosphäre des Buches ist einfach magisch und mitreisend. Die Figuren sind realistisch und liebenswert, die zarte Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin Alina und ihrem Kindheitsfreund Maljen berührte mich sehr und das Geheimnis um die sogenannten Grischa (so etwas wie magisch begabte Menschen) ist spannend und einzigartig. Der erste Teil der Trilogie ließst sich beinahe wie ein russisches Mädchenund steckt, dank dem wunderschönen Stil der Autorin, voller Zauber.

Und darum geht es: Alina ist einfache Kartogrfin in der ersten Armee des Zaren. Sie ist heimlich in Maljen verliebt, ihren besten Freund seit frühster Kindheit, der ein erfolgreicher Fährtenleser und Mädchenschwarm ist.
Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unerklärliche Weise das Leben. Doch auch Alina selbst weiß nicht, was sie da getan hat.
Plötzlich steht sie im Zentrum der Aufmerksamkeit und wird zum Mächtigsten der Grischa in die Lehre geschickt.
Eigenartiger Weise fühlt sie sich zu dem undurchschaubaren und geheimnissvollen Mann hingezogen, der von allen nur der Dunkle genannt wird. Und damit nicht genug, denn Maljen traut dem Meister Alinas überhaupt nicht und warnt sie nachdrücklich vor dessen Einfluss.
Als Alina langsam erkennt, woher ihr wirklich Gefahr droht, ist es fast schon zu spät …

Mit der Hauptfigur Alina konnte ich mich von Anfang an sehr gut identifizieren, sie ist keine Heldin, die sofort ihr Schicksal akzepiert und sich jeder Situation sofort anpasst. Nur wiederstrebend nimmt sie ihre Rolle als Grischa an, obwohl sie viel lieber bei Maljen bleiben würde.
Auch wenn einige andere Rezensenten Maljen nicht mochten, so war er doch eigentlich meine liebste Figur, ich stehe eben auf sehr selbstbewusste und etwas arogante Typen – was soll ich sagen ;)
Auch der Dunkle ist eine faszinierende Figur, vielleicht gerade weil man im Verlauf des Buches nur wenig über ihn erfährt und er mit seiner düsteren und schweigsamen Art das krasse Gegenteil von Maljen bildet.
Auch die anderen Figuren und vor allem die Gaben der Grischa sind vielfältig und so ist für jeden etwas ansprechendes dabei.

Neben der zauberhaften Märchengeschichte voller Magie, Licht und Schatte, Geisterhirschen und Schattenfluren, war es gerade die Beziehung zwischen Alina und Maljen, die „Grischa“ so fesselnd machte. Die Beiden sind gemeinsam in einem Waisenhaus aufgewachsen und seit frühster Kindheit miteinander befreundet. Demnach stehen sie sich noch näher als Geschwister. Maljen und Alina kennen einander besser als sonst jemanden und verbrachten früher viel Zeit miteinander.
Doch nun drohen sie sich auseinander zu Leben und zu allem Übel ist Alina auch noch heimlich in Maljen verliebt, bringt es jedoch nicht über sich, ihm die Wahrheit zu sagen.
Ähnlich wie bei der Beziehung zwischen Fuchs und Jacob in Cornelia Funkes „Reckless“-Reihe, spürt man auch hier wie sich ganz zart zwischen die enge Freundschaft ganz vorsichtig die Liebe schleicht und welche Veränderung dies für die Beiden mit sich bringt.
Als dann herauskommt, dass Alina eine der Grischa ist, und ihre Wege sich endgültig zu trennen drohen, scheint auch die Freundschaft der beiden daran zu zerbrechen …

Abschließend kann ich nur nochmal betonen, dass Grischa ein ungewöhnliches und einmaliges Jugend- und Fantasybuch ist, dass ich jedem nur wärmstens emfehlen kann!

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Habt ihr „Grischa – Goldene Flamme“ vielleicht ebenfalls gelesen? Wie hat es euch gefallen? Kennt ihr vielleicht ähnliche Bücher? Schreibt mir einfach ein Kommentar!

Liebe Grüße, eure Bianca

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