[Rezension] „Clockwork Princess“ von Cassandra Clare

Princess

Alternatives Cover:
CP2alt

Titel: „Chroniken der Schattenjäger – Clockwork Princess“
Originaltitel : The Infernal Devices. Book Three. Clockwork Princess
Autor/in: Cassandra Clare
Seitenstärke: 604 Seiten
Verlag: Arena-Verlag
Preis: 19,99€ [D]/ 20,60€ [A]
ISBN: 978-3-401-06476-5
Weitere Bände:
Clockwork Angel [Bd. 1]
Clockwork Prince [Bd. 2]

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Buchzitat:
Früher hatte er sich oft gefragt, warum die Liebe immer mit Begriffen wie „Feuer“ und „brennen“ beschrieben wurde. Doch das Flammenmeer in seinen Adern gab ihm nun eine eindeutige Antwort darauf.
[Seite 115]

Klapptext:

Londons Unterwelt mag gefährlich sein – doch die Liebe ist die gefährlichste Macht von allen.

Tessa Gray sollte glücklich sein – sind das nicht alle Bräute? Doch während sie noch mitten in den Hochzeitsorbereitungen steckt, zieht sich die Schlinge um die Schattenjäger des Londoner Instituts immer weiter zu.
Denn Mortmain hat inzwischen eine rießige Armee zusammengestellt, um die Schattenjäger endgültig zu vernichten. Nur ein letztes Detail fehlt Mortmain noch zur Ausführung seines Plans: Er braucht Tessa.
Jem und Will, die beide Anspruch auf Tessas Herz erheben, würden alles geben, um sie zu retten. Die Zeit tickt, sie alle müssen eine Wahl treffen.

Meine Meinung:
Endlich ist es soweit: Die Geschichte um Will, Jem und Tessa erreicht ihren Höhepunkt!
Das Böse erhebt sich gegen die Schattenjäger des Londoner Instituts und das obwohl die Nephilim genug private Probleme haben: Tessa und Jem stecken mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, während Will sich mit seiner störrischen kleinen Schwester Cecily auseinandersetzen muss, die sich in den Kopf gesetzt hat, ihren Bruder zurück nach Wales zu holen.
Charlotte wird währenddessen vom Rat unter Druck gesetzt und ihre Stellung als Leiterin des Instituts ist gefährdet.
Und Gideon und Gabriel Lightwood haben ein wurmiges Problem …
Als Mortmain mit seiner Clockwork Armee in die Offensive geht, tritt alles andere in den Hintergrund. Denn nicht nur Tessas Leben schwebt in großer Gefahr, sondern auch das aller Nephilim …

Lange habe ich mich auf diesen Roman gefreut, stellt er doch nicht „nur“ das Ende der „Chroniken der Schattenjäger“ da und endlich sollte das Geheimnis um Tessa gelöst werden und wer sich für wen entscheidet – nicht zu vergessen, welcher Charakter am ende von „Clockwork Princess“ übehaupt noch lebt
Das Buch gewährt als erstes Finale von Cassandra Clare einen kleinen Einblick auf Cassies Art eine Reihe zu Ende zu bringen – schließlich steht „City of Heavenly Fire“, das finale Buch der „Chroniken der Unterwelt“ vor der Tür.
Einige Autoren neigen ja zum Übertreiben oder bringen reihenweise Protagonistenum (siehe George R. R. Martin. Beim „Lied von Eis und Feuer“ kann man die noch lebenden Figuren aus Band eins an einer Hand abzählen) und ich war gespannt, worauf ich mich bei Cassies Abschluss einzustellen hatte. Doch dazu später mehr…

Der Prolog enthält zwei Schmankerl für die eingesessenen Fans: Zum Einen eine Rückblende auf Aloysius Starkweather und seine Enkeltochter Adele, sowie die Geschehnisse einunddreißig Jahre vor Beginn von „Clockwork Angel“ – an dieser Stelle könnte dem aufmerksamen Leser vielleicht aufgehen, was Tessa denn nun für ein Wesen ist. Mir ist es erst im Nachhinein klar geworden … eigentlich ist es jeodoch recht logisch und der Prolog ein Wink mit dem Zaunfahl.
Mich hat der Einstieg in das Finale gleichermaßen schockiert und fasziniert – und es war erst der Anfang, denn diese Mischng zieht sich beinahe durch das gesamte Buch.
Der zweite Part des Prologs enthält etwas ganz besonderes: Jems Ankunft als Junge im Institut und seine erste Begegnung mit Will. Genau darauf hatte ich gehofft und war entsprechend begeistert vom Anfang von „Clockwork Princess.“

Diese Begiesterung hielt sich durch den ganzen Roman hinweg. Es ist eine gelungene Mischung aus Romantik, Spannung und Tragik.
Besonders gut gefallen haben mir die verschiedenen Pärchen gefallen, die sich im Laufe des Buchs finden. Nicht nur die wirre Dreiecksbeziehung zwischen Tessa und Jem bzw. Tessa und Will, sondern auch Gideon Lighwoods Versuch, Sophie für sich zu gewinnen und die zarten Annährungsversuche von seinen jüngeren Bruder Gabriel und Wills kleiner Schwester Cecily, die am Ende von „Clockwork Prince“ im Institut auftaucht – hier hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Unmut von Will gewünscht. Allerdings hat der Gute im Verlauf der Story mehr als genug um die Ohren.

Natürlich hat auch Magnus Bane wieder eine tragende Rolle, wie in allen Bänden von Cassandra Clare. Zu Beginn von „City of Bones“ und Co. war ich nicht unbedingt sein größter Fan – nicht, dass ich etwas gegen ihn gehabt hätte oder ihn vielleicht nicht leiden mochte … er war mir wohl irgendwie ein bisschen egal.
Das hat sich jedoch durch „Clockwork Princess“ und auch durch die Verfilmung von den „Chroniken der Unterwelt – City of Bones“ grundlegend geändert.
Erst jetzt ist mir aufgefallen, wie herrlich erfrischend und humorvoll er ist und was für eine Bereicherung der schrille Hexenmeister für beide Reihen darstellt.
Ich bin so begeistert, dass ich mir sogar die E-Book-Reihe „Die Chroniken des Magnus Bane“ herunter geladen habe – welche ich an der Stelle nur wärmstens empfehlen kann.

Bei „Clockwork Princess“ bedient sich Cassandra Clare einem neuen Stilmittel: Sie locktert das doch sehr schnelle und fast schon überschlagende Tempo der Story durch einen Briefverkehr zwischen Konsul Wayland, Inquisitor Whitelaw und Carlotte Branwall, teilweise aucch zwischen dem Konsul und den Lightwood-Brüdern auf.
Die Briefe sind aufschlussreich und führen zum Finale, teilweise sind sie sogar wirklich erheiternd.

Ich versuche ja immer, möglichst nicht zu spoilern aber es ist wohl nicht zu viel verraten, dass nicht alle Protagonisten das große Finale überleben werden.
Eigenartiger Weise hat mich ein Tod ganz besonders mitgenommen. Ich verrate nicht welche Figur es erwischt, nur so viel: Er oder sie war nicht mal eine Person, die ich mochte (im Gegenteil), doch ihr/sein Tod hat mich so berührt, dass ich in Tränen ausgebrochen bin. Kennt ihr das auch, das erst der Tod einer Figur euch für sie begeistert oder habe ich einen Knall? ;)

Der Anfang des Endes, also das Finale des Romans beginnt gleich mit drei Paukenschlägen: einem Tod, einer Schlägerei und einer gemeinsamen Nacht!
Mich hat Tessa wiedermal gleichermaßen überrascht wie begeistert – aber mehr werde ich nicht verraten. ;)

Das einzige was mich etwas gestört hat, war die Vielzahl an Sprüngen. Im einen Moment folgt man Will durch halb England, im Nächsten spielt man Mäuschen beim Briefverkehr zwischen Charlotte, Konsul Wayland und den Inquisior, wieder im nächsten Moment stellt Gideon irgendeinen Mist an um Sophie zu gefallen (das wiederum hat mich, wie bereits erwähnt, beigeistert)
Leider hat der Arena-Verlag das Cover verändert, zwar gefallen mir persönlich die alten Cover besser, doch die neuen haben auch ihren Charme – aber ich versuche mir irgendwo einen Umschlag im alten Coverstil zu organisieren … dieser gefällt mir nämlich doch etwas besser als die neue Gestaltung. Außerdem sieht es gemischt ziemlich doof im Regal aus.
Welcher Coverstyle sagt euch mehr zu?

Mehr möchte ich euch auch gar nicht mehr verraten. Der Stil ist noch immer klassisch Clare, die Figuren sind so lebendig wie eh und je und das Rätsel um Tessas Herkunft wird endlich gelöst und wir erleben die eine oder andere Überraschung!

*~*~*~*

„Clockwork Princess“ ist ein grandioses und spannendes Finale und bildet einen wundervollen Abschluss der Trilogie. Für Fans natürlich ein absolutes Muss, ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht sein und wer „Die Chroniken der Schattenjäger“ noch nicht gelesen hat, den rate ich dringend das nachzuholen!
Schade das die Reihe nun zu Ende ist, aber wir haben ja immer noch die Trilogie um Emma Carstairs und Julian Blackthorn, die ihr Release 2015 feiern wird.
Außerdem hat Cassie eine weitere Trilogie versprochen, die zeitlich zwischen den „Chroniken der Schattenjäger“ und den „Chroniken der Unterwelt“ spielen wird. Die Reihe soll sich um die Nachfahren der Nephilim des Londoner Instituts drehen.
Ein Erscheinungsdatum ist hier leider noch nicht bekannt.

Fazit:
Das war es, das Final einer der besten Trilogien, die ich je lesen durfte. Es ist ja kein Geheimnis das ich rießiger Chroniken-Fan bin. Darum dürfen auch kaum jemanden die fünf Punkte wundern:

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Liebe Grüße,
eure Bianca

PS: Die Filmreview zu „Chroniken der Unterwelt – City of Bones“ bekommt ihr demächst auch noch, da ich mir den Film nochmals angesehen habe – dann gibt es auch Bilder vom Premierentag. Denn wir konnten nicht an uns halten und sind in Schattenjägermontur ins Kino gestürmt! ;)

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